Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Wirt macht nach Kontrolle dicht

Von
Jam von der Linde hat seine Gaststätte in der Neckarstraße nach einer Corona-Kontrolle am Samstag eigenmächtig geschlossen. Foto: Eich

VS-Schwenningen - Eine Kontrolle des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) endete am Samstagabend mit einer Kneipenschließung - allerdings nicht als Maßnahme, sondern als Reaktion des betroffenen Wirts.

Es ist die Nacht auf Sonntag, etwa 1 Uhr, als Mitarbeiter der Polizeibehörde der Stadt in die "Linde" an der Neckarstraße kommen. Kurze Zeit später greift der Wirt persönlich, Jam von der Linde, nach eigenen Angaben zum Mikrofon und beendet den Kneipen-Abend seiner Gäste abrupt. "Bevor ich einzelne Gäste bitte zu gehen, habe ich beschlossen, dass ich ganz zu mache", erklärt der Gastronom am Montag auf Anfrage unserer Zeitung.

"Zahlreiche Corona-Verstöße in der völlig überfüllten Gaststätte"

Dass der Wirt nicht hat schließen müssen, sondern dies aus freien Stücken tat, bestätigt auch Jörg Kluge, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, gegenüber dem Schwarzwälder Boten. "Die Kollegen wurden hinzugerufen, aber sie haben die Kneipe nicht dicht gemacht. Das war der Wirt selbst." Laut Polizei-Informationen soll es "zahlreiche Corona-Verstöße in der völlig überfüllten Gaststätte" gegeben haben, teilt Kluge mit. So sollen Gäste unter anderem getanzt haben.

Jam von der Linde dementiert die Formulierung "völlig überfüllt". "Das war die Linde definitiv nicht. Aber die Situation war nicht einfach, denn ich musste mit vielen Leuten vorne an der Türe diskutieren, die noch rein wollten, obwohl kein Platz mehr war", erklärt der Gastronom.

Lesen Sie auch: Auf Corona-Streife statt im Kindergarten?

Was ihn nun wegen der ihm vorgeworfenen Verstöße gegen die Corona-Verordnung erwartet, weiß Jam von der Linde noch nicht. Er warte noch auf einen Anruf der Stadt.

Wirt: "Mir fehlen langsam die Nerven"

Das zuständige Bürgeramt äußerte sich auf unsere Anfrage bei der städtischen Pressestelle nicht. "Zu einem laufenden Verfahren können wir nichts sagen", erklärt Pressesprecherin Madlen Falke.

Der Wirt überlege unterdessen, was er nun mache: "Ich weiß noch nicht, was ich in Zukunft mache und ob ich den Betrieb unter diesen Umständen aufrecht erhalten kann. Mir fehlen langsam die Nerven", gesteht Jam von der Linde. Er mache den Ordnungshütern allerdings keinen Vorwurf. "Die haben einen Auftrag, den führen sie aus. Ich hätte an dem Tag hingegen lieber gleich zu lassen sollen."

Der Gastronom beteuert, die Musik sei bislang auf halber Lautstärke gelaufen und zusätzliche Tische würden dafür sorgen, dass es keine Tanzfläche mehr gibt. "Ich habe in der Vergangenheit aber immer wieder Besucher ermahnen müssen, die sich nicht immer an die Vorschriften gehalten haben", will Jam von der Linde stets zur Einhaltung der Regeln aufgefordert haben.

Artikel bewerten
105
loading

Top 5

2

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.