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Villingen-Schwenningen Wild Wings: "Ultra-Szene ist größer geworden"

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Als "geerdet" bezeichnen Wolfgang Jack und Alexander Laufer ihre Gefühlslage nach den ersten beiden deutlichen Saisonniederlagen der Wild Wings. Foto: Kratt

Villingen-Schwenningen - Auch wenn der Saisonstart der Wild Wings alles andere als erfolgreich war, stehen die Zeichen bei den Wild Wings immer noch auf Neustart. Mit dazu beitragen will auch das Fanprojekt, das mittlerweile seit fünf Jahren besteht.

Als "geerdet" bezeichnen Wolfgang Jack und Alexander Laufer ihre Gefühlslage nach den ersten beiden deutlichen Saisonniederlagen der Wild Wings.

Ein emotionales Auf und Ab gab es in den vergangenen Jahren immer wieder, schließlich tummeln sich die Wild Wings stets im unteren Tabellendrittel. Davon unbeirrt haben Jack und Laufer, die seit acht Jahren die offiziellen Wild Wings-Fanbeauftragten sind, im Jahr 2014 "ihr" Baby, das Wild Wings Fanprojekt, aus der Taufe gehoben – und führen es seither mit Herzblut und Leidenschaft. Der eingetragene Verein, der sich als Bindeglied zwischen dem SERC und Fans sieht und verschiedene Fanclubs miteinander vereint, ist mittlerweile auf rund 140 Mitglieder gestiegen, hat zehn aktive Vorstandsmitglieder. Während Jack Vorsitzender ist, bekleidet Laufer das Amt des Beisitzers.

Sonderzug ist Veranstaltungshöhepunkt

Als Veranstaltungshöhepunkt der Saison hat sich in den vergangenen Jahren der Sonderzug entwickelt, der nach einem Jahr Pause wieder zu einem Auswärtsspiel rollen wird, dieses Mal am 17. November nach Nürnberg. Nicht nur den Zug, sondern auch die Verpflegung sowie die musikalische Umrahmung durch einen DJ wird das Fanprojekt organisieren, um rund 800 Fans nach Nürnberg und zurück zu befördern, berichtet Fanprojekt-Schriftführer Robert Grüneis.

Weil im vergangenen Jahr kein Sonderzug geplant wurde, hatte das Fanprojekt stattdessen im kleineren Rahmen eine Ausfahrt nach Amsterdam angeboten, die mit einem Besuch des Auswärtsspiels der Schwenninger Eishockeyprofis gegen Düsseldorf verbunden wurde, erzählt Grüneis. "Die Aktion kam sehr gut an und ist wichtig für unsere Mitgliedergewinnung", fügt er hinzu.

Apropos Mitgliedergewinnung: Mit "Fans der Zukunft – das Projekt" hat der Verein rund um Manuela Engenhart im vergangenen Jahr eine neue Untergruppe gegründet, berichtet Wolfgang Jack. "Sie soll junge Fans an die Wild Wings und das Fanprojekt binden." Vor allem 14- bis 18-Jährige sollen angesprochen werden. Die erste Veranstaltung habe in der Weigheimer Zunftstube stattgefunden. "Ein paar Fans sind wirklich hängengeblieben", führt Jack fort, und Robert Grüneis fügt – auch mit Blick auf mögliche Verjüngungen im Vorstand – hinzu: "Es ist wichtig, dass wir junge Fans mit an die Hand nehmen, damit sie Vertrauen fassen und lernen, Verantwortung zu übernehmen."

Travel Wings in den Verein integriert

Eine weitere Neuerung in den vergangenen Monaten: Die Travel Wings, die die Fans bei Auswärtsfahrten unterstützen, wurden in den Verein integriert. Das Fanprojekt fungiere damit als Art "Mitfahrerbörse", berichtet Alexander Laufer. "Die Fanclubs können aktiv auf uns zugehen und ihre Ausfahrten bei uns bewerben, damit wir sie koordinieren und Kontakte herstellen können." Die Gruppenrabatte, die es bei der Anmeldung von Eintrittskarten für Auswärtsspiele gebe, würden im Übrigen auch für Einzelfahrer gelten, betont er.

Damit verbunden gibt es seit Neuestem einen Facebook-Service für Auswärtsfahrer, der "Insidertipps", so Laufer, rund ums Parken oder für Kneipenbesuche nach dem Spiel bereithält.

Beim Service rund um die Auswärtsspiele kommt den Fanprojekt-Vorstandsmitgliedern auch ihre Erfahrung als Fanbeauftragte zugute. "Dadurch kennen wir uns in fast jeder Eishockey-Stadt gut aus und kennen zudem die Ansprechpartner vor Ort. Das erleichtert vieles", erklärt Jack.

Hat das Fanprojekt das Arbeitspensum in den vergangenen Jahren erhöht, sind auch die Anforderungen an die Fanbeauftragten – jeder DEL-Club muss mindestens zwei davon stellen – gewachsen. "Wir können uns zwar nicht mit München oder Mannheim vergleichen, trotzdem gehören wir zum Sicherheitskonzept der gesamten DEL, und das ist professioneller und strenger geworden", resümiert Jack.

Ultra-Szene hat zugenommen

Auch die Ultra-Szene habe zugenommen, das "Katz- und Maus-Spiel" vor und nach den Spielen sei nicht zu unterschätzen. "Da besteht auf jeden Fall für uns Anwesenheitspflicht." Daher haben Jack und Laufer mit Robert Grüneis, der nicht nur im Fanprojekt-Vorstand ist, sondern den Wild Wings auch bereits seit 40 Jahren die Treue hält, und Jasmin Özdemir zwei weitere Fanbeauftragte mit ins Boot geholt. Auch Özdemir ist eingefleischter Wild Wing-Fan und Kassiererin beim Fanprojekt. "Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen und uns blind vertrauen können", beschreibt Alexander Laufer das Verhältnis.

Und das trägt auch nach außen hin Früchte: Die Arbeit der Schwenninger Fanbeauftragten, mitunter die Zusammenarbeit mit der Polizei, habe mittlerweile eine Vorbildfunktion in der DEL erlangt, weiß Wolfgang Jack.

Erstmals mit jeweils einem Stand der Fanbeauftragten sowie des Fanprojekts waren Jack, Laufer & Co. dieses Jahr bei der Wild Wings-Dauerkartenparty in der Helios-Arena vertreten. "Wir haben uns gefreut, dass die Organisatoren uns haben teilnehmen lassen, das war ein guter Anfang", sagt Alexander Laufer mit Blick auf die Neustrukturierung der Geschäftsstelle. Darauf ließe sich in Zukunft aufbauen. Auch der neue Geschäftsführer habe Interesse am Fanprojekt gezeigt und gemerkt, dass Potenzial vorhanden ist. "Der Neuanfang der Wild Wings ist auch ein Neuanfang für uns", fasst Jack zusammen.

Denn auch wenn das Fanprojekt viele Veranstaltungen – neben dem Sonderzug der traditionelle Cocktailstand beim Wild Wings-Sommerfest, Spanferkelessen oder ein Frühstück in der spielfreien Zeit – organisiert, seien immer noch Kapazitäten frei. "Unser Ziel ist, noch mehr in die Fanarbeit der Wild Wings integriert zu werden. Wir müssen nur gefragt werden", sagt Jack in Richtung Geschäftsstelle.

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