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Villingen-Schwenningen "VStival" fährt 50.000 Euro Verlust ein

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Patrice, der letzte Act des "VStivals", holt auch aus den letzten Besuchern, die nicht mittanzen, alles heraus. Foto: Sahin

VS-Schwenningen - Drei Tage lang bebte die Neckarhalle beim ersten "VStival". 1800 junge Besucher wurden bei Rap, Metal, Rock und Pop mitgerissen. Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier zieht eine eher nüchterne Bilanz des Musikfestivals mit einem Minus von mindestens 50.000 Euro.

"Die Stimmung war sehr gut an den drei Tagen. Die jungen Menschen kamen aus der ganzen Region", so Dobmeier. Allerdings blieben die Zuschauerzahlen deutlich unter den Erwartungen zurück. Mit 3900 Konzertbesuchern habe das Veranstaltungsteam gerechnet. "Das wäre hundert Prozent gewesen." Am ersten Abend kamen 400 Besucher, am zweiten, als Metal auf dem Programm stand, waren es 900 und am Sonntag kamen 500 junge Leute. Die Altersstruktur lag zwischen 16 bis Mitte 30 Jahre und entsprach der Zielgruppe, die angesprochen werden sollte.

Nach ersten Schätzungen rechnet Dobmeier mit einem Minus von mindestens 50.000 Euro. Das sei schon ein Wermutstropfen, zumal die Prognose mit den 3900 Besuchern deutlich optimistischer gewesen sei. Ein solches Jugendkonzertereignis dieser Größenordnung habe immerhin schon seit Jahren auf der Tagesordnung gestanden und ist von der Jugend in der Region gefordert worden. Deswegen hatten sie die Initiative ergriffen, das Projekt bei der Jugendbeteiligungswerkstatt des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS) angeregt und im Jugendgemeinderat vorangetrieben. Gemeinsam mit den JuBIS-Pädagogen und dem Amt für Kultur wurde das VStival erarbeitet.

Große Zwischenfälle gab es offensichtlich an den Abenden nicht. Das dreitägige Festival sei abgesehen von ein paar blutigen Nasen friedlich verlaufen. Die Tatsache, dass Sängerin Nura auf der Bühne Gras geraucht hatte, stellt für den Kulturamtsleiter kein Problem dar. Dies sei eher als künstlerische Provokation zu verstehen gewesen denn als Aufforderung, es ihr nach zu tun. In der Halle sei generell nicht geraucht worden und vor der Halle habe er nichts Verdächtiges festgestellt. Die einzige Droge sei das Bier gewesen, das vor allem beim Metal-Konzert in Strömen geflossen sei. Sein Lob galt vor allem der großen Leistung der mehr als 60 Ehrenamtlichen und 40 Mitarbeitern der KTVS, des Kulturamts und der Security.

Wie es im nächsten Jahr mit dem Musikfestival weiter geht, werde mit den Aktiven aus dem Jugendgemeinderat und den beteiligten Ämtern besprochen werden. Jetzt müsse erst einmal Bilanz gezogen und dann eine Vorlage an den Gemeinderat erarbeitet werden, so Dobmeier. Letztendlich sei es eine politische Entscheidung, ob das Festival fortgesetzt werde und die Chance bekomme, sich zu etablieren.

Die Meinung unter den jungen Konzertbesuchern fiel, wie berichtet, großteils positiv aus. Es wurde zum Beispiel ein Open-Air-VStival im nächsten Sommer, längere Auftritte der Bands, noch größere Acts und eine größere Location vorgeschlagen. Auch die Ticketpreise sollten günstiger werden. Diese lagen für den Festivalpass im Vorverkauf bei 78 Euro und für das Tagesticket bei 29 Euro im Vorverkauf. An der Abendkasse mussten 85 und 35 Euro bezahlt werden.

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