Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Pegida-Redner hetzt gegen OB Kubon

Von
Hetzte gegen den Villinger OB: Michael Stürzenberger. Foto: Spitz

Villingen-Schwenningen - Am Ende durften doch beide Seiten, Antifa und der regionale Pegida-Ableger Sbh-Gida, trotz verkaufsoffenem Sonntag demonstrieren. Die Widerrufsfrist gegen das Verbot von Oberbürgermeister Rupert Kubon ließ die Antifa in VS zwar am Samstag um 14 Uhr verstreichen, doch die städtische Versammlungsbehörde habe schließlich auch deren Demonstration erlaubt, so Polizeisprecher Thomas Sebold.

Sehr zum Ärger der Pegida-Anhänger, die gegen ihr Verbot erfolgreich Widerspruch eingelegt hatten. Am Sonntag waren sie zahlenmäßig dem linken Lager (etwa 50 Anhänger) erstmals deutlich überlegen. Rund 200 Anhänger der Sbh-Gida waren zur Kundgebung am Münsterplatz eingetroffen. Den Zugang versuchten ihnen zunächst einige Antifaschisten zu versperren, welche von der Polizei jedoch bekehrt wurden.

Bei ihrer Kundgebung hatte die Sbh-Gida einen bekannten Redner an Bord: Michael Stürzenberger. Während die Pegida ihn als Münchens unbeugsamen Islamkritiker feiert, sieht die Gegenseite in dem Bundesvorsitzenden der rechtspopulistischen Kleinpartei "Die Freiheit", dessen Beiträge immer wieder im islamfeindlichen Blog "Politically Incorrect" zu lesen sind, einen gefährlichen Hetzer. Die gleichnamige Münchner Ortsgruppe fand auch bereits im bayrischen Verfassungsschutzbericht Erwähnung. Unter anderem hatte eine Forderung des 50-Jährigen für Schlagzeilen gesorgt, wonach Muslime, die sich von ihrem islamischen Glauben nicht distanzieren, zur Ausreise gezwungen werden sollten.

Er selbst bestritt mehrfach Vorwürfe, er sei ein Nazi. Sein Hassbild in der Doppelstadt hatte er schnell gefunden: Oberbürgermeister Rupert Kubon, den er als undemokratischen "Unterdrücker der Meinungsfreiheit" beschimpfte und dessen Abwahl er forderte. "Ein extrem islamophiler Oberbürgermeister gefährdet die Sicherheit dieser Stadt!", so der Redner. Als Kubon sich wenig später auch noch im abgesperrten Sicherheitsbereich zeigte, gab es für die Sbh-Gida-Anhänger verbal kein Halten mehr. Einige stürzten an die Absperrgitter, brüllten ihren Unmut lautstark in Kubons Richtung, während dieser, begleitet von der Polizei im abgeschirmten Bereich, flugs wieder im Rathaus verschwand. Ebenso rasch wurden zwei Antifa-Sympathisanten entfernt, die sich mit ihrem Transparent an der Polizei vorbei ins Lager der Sbh-Gida geschummelt hatten und dort auf aufgebrachte Gegner trafen. Die Polizei und einige Sbh-Gida-Ordner trennten die Kontrahenten, bevor mehr passieren konnte.

Für Sonntag hat die Sbh-Gida die nächste Kundgebung in VS angekündigt – der Pegida-Initiator Lutz Bachmann soll kommen.

Baden-Württemberg

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Ausgewählte Stellenangebote

Flirts & Singles

 
 

Top 5

4

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading