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Villingen-Schwenningen Jeder Kita-Platz kostet 65.000 Euro

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Die Kindertagesstätte der Hochschule für Polizei soll ausgebaut werden. (Archivfoto) Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Die Kindertagesstätte der Hochschule für Polizei soll ausgebaut werden. Das Projekt ist mit knapp vier Millionen Euro angesetzt. Obwohl die Kosten nahezu allen Vertretern im Technischen Ausschuss sauer aufstoßen, befürwortete das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend die Entwurfsplanung einstimmig.

Weshalb sich die Stadträte so entschieden, brachte SPD-Fraktionssprecher Edgar Schurr auf den Punkt: "Es ist so wie es ist, aber eben auch alternativlos." Durch die Fraktionen hinweg störten sich die Vertreter vor allem an dem Betrag, den umgerechnet jeder einzelne Kitaplatz dieser Einrichtung kosten wird. Denn mit 65.000 Euro liegt der deutlich über dem Schnitt, wie Dieter Kleinhans, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO) mit seinen Beispielen deutlich machte. "Bei der viergruppigen Einrichtung St. Konrad, die vor drei Jahren gebaut wurde, kostet jeder Platz 45.000 Euro." Und auch bei St. Elisabeth – "auch wenn das keine städtische Einrichtung ist" – lägen die Kosten pro Kind bei etwa 50.000 Euro. Ausschlaggebend für die hohen Kosten sei vor allem die Sanierung des Bestandsgebäudes. "Dadurch geht es leider nicht günstiger", betonte Kleinhans. Ein Bau auf einer grünen Wiese wäre sicherlich günstiger.

Umbau bei laufendem Betrieb

Architekt Tobias Walderich vom GHO stellte die geplante Sanierung sowie den Neubau in zwei Bauabschnitten vor. Durch dieses Vorgehen werde ein Umbau bei laufendem Betrieb ermöglicht, betonte Walderich. "Somit müssen wir die Kitagruppen nicht auslagern und alternative Räumlichkeiten suchen."

Dietmar Wildi (CDU) fehlte in der Kostenauflistung die "Lieblingsposition" von Bürgermeister Detlev Bührer: "Kosten für Unvorhergesehenes." Da musste selbst Bührer schmunzeln, vertröstete aber: "Wir haben die Kosten von 3.806.100 Euro minimal auf 3,9 Millionen Euro aufgerundet und so einen kleinen Puffer eingerechnet." Dieser, ist Dieter Kleinhans überzeugt, sollte bei der bereits detaillierten Kostenberechnung auch ausreichen. Außerdem habe Tobias Walderich schon das Krematorium in Schwenningen kostensicher geplant und bauen lassen, sodass er da keine Bedenken habe. Beim Krematorium lagen die Kosten letztlich sogar rund 200.000 Euro unter der Planungssumme.

Das letzte Wort hat allerdings der Gemeinderat, der kommenden Mittwoch in seiner Sitzung das Projekt dann beschließen kann.

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