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Villingen-Schwenningen Hund stirbt - Giftköder auf Spielplatz?

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Auf diesem Spielplatz nahe der Ortsverwaltung in Weigheim soll der Hund den tödlichen Giftköder aufgenommen haben. Foto: Böhler

VS-Weigheim - Rocky ist tot. Der Jack Russel Terrier ist in Weigheim mit Rattengift vergiftet worden - dessen ist sich die Besitzer-Familie Hardrath inzwischen sicher.

Auch ein entsprechender Befund der Tierarztpraxis Dr. Heinemann in Trossingen legt dies nahe. Den tödlichen Köder hat der Hund vermutlich bei einem Spaziergang am Sonntag verschluckt, bei dem er vom siebenjährigen Sohn der Familie und einer gleichaltrigen Freundin geführt wurde. Die Kinder hätten nach dem Spaziergang nur berichtet, der Hund habe an einem Spielplatz gegenüber dem Rathaus am Malteserplatz Gras gefressen, erzählt Rockys Besitzerin Stefanie Hardrath. Darunter könne der mutmaßliche Giftköder verborgen gewesen sein. "Jetzt macht sich mein Junge Vorwürfe deswegen, er ist immer noch ganz fix und fertig", sagt sie.

Familie macht auch sich selbst Vorwürfe

Auch Peter Hardrath, Stefanies Ehemann, hat schwer mit dem Verlust zu kämpfen: "Das ist beinahe so, als wäre eines unserer Kinder gestorben. Wäre doch nur einer von uns Erwachsenen mit dabei gewesen - wir hätten das vielleicht verhindern können." Dass mit Rocky etwas nicht stimmte, fiel der Familie jedoch erst am Montagmorgen auf, als sich erste Symptome der mutmaßlichen Vergiftung zeigten. Als erstes bemerkte Stefanie Hardrath, dass die Augen des Tieres blutunterlaufen waren. "Dabei habe ich mir aber erst mal nichts gedacht, es hätte ja auch eine Bindehautentzündung sein können und ich musste selber ins Krankenhaus", erzählt sie.

Im Verlauf des Montags verschlechterte sich Rockys Zustand jedoch zusehends: Der Jack Russel Terrier bekam schlimmen Durchfall, am Dienstag fraß der Hund schließlich gar nichts mehr. "Gegen Abend hat der Arme dann das Sofa verkotzt", erzählt Peter Hardrath, "da war mir klar: er muss zum Tierarzt." Allerdings sei die Familie immer noch davon ausgegangen, dass der Hund sich nur den Magen verdorben hatte. "Wer rechnet denn mit sowas?, fragt Stefanie Hardrath. "Rattengift - ich dachte immer, das passiert irgendwo, aber doch nicht bei uns!"

Rattengift wirkt heimtückisch

"Rattengift ist heimtückisch: Man bemerkt es im Normalfall erst, wenn es schon zu spät ist", erklärt Steffen Sander, ein Freund der Familie, dem Rockys Schicksal ebenfalls nahegeht. Am Mittwochmorgen half er der Familie noch dabei, den kranken Hund zum Tierarzt nach Trossingen zu bringen. Zu dem Zeitpunkt ging es Rocky schon sehr schlecht: Nach einem epileptischen Anfall war die Diagnose der behandelnden Tierärztin schnell klar: Vergiftungserscheinungen, Zustand lebensbedrohlich, Überlebenschance: gering.

Nichtsdestotrotz gab die Familie die Hoffnung nicht auf, dass der kleine Hund es doch noch irgendwie schaffen könnte. Gegengift, Vitamine und Infusionen wurden dem Jack Russel verabreicht. Am Donnerstagmorgen dann die traurige Nachricht: Rocky hat es nicht geschafft. Peter Hardrath, ein gestandener Mann, kämpft mit den Tränen: "Mein kleinerer Sohn hat es immer noch nicht ganz begriffen. Er weiß zwar, dass Rocky tot ist, aber er glaubt trotzdem fest daran, dass er nochmal zurückkommt."

Hoffnung: Andere Hundebesitzer wachrütteln

Was bleibt, sind Wut und Fassungslosigkeit: "Wer tut denn einem Tier so etwas an?", fragt seine Frau Stefanie. Ihr sei klar, dass die Chance gering sei, dass derjenige gefunden werde, der Rocky vergiftet habe. "Aber vielleicht können wir wenigstens andere aufrütteln, noch besser auf ihre Tiere aufzupassen.", schließt sie. In ihrem Garten hat die Familie eine Gedenkstätte für Rocky errichtet. Zwischen Blumen und einem Froschkönig erinnert ein Bild an den aufgeweckten und verschmusten kleinen Hund, der der Familie so tragisch entrissen wurde.

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