Conti-Mitarbeiter starten einen Korso. Foto: IG Metall

Mitarbeiter und IG Metall starten Autokorso. Beschäftigten werde Jobgarantie verwehrt.

VS-Villingen - Arbeitnehmervertreter des Continental-Werks in Villingen wehren sich gegen Entlassungen und machen mit einem Autokorso auf ihre Lage aufmerksam.

Wie berichtet, hat der Continental-Vorstand massive Einschnitte bei Arbeitsplätzen, vor allem in Deutschland, angekündigt. 30.000 Arbeitsplätze werden zur Disposition gestellt, davon 13.000 in Deutschland. Das ist fast jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande.

Keine Jobgarantie für die Beschäftigten

Die 2019 aufgesetzten Einsparpläne sollen auf eine Milliarde Euro verdoppelt werden, zeigt die IG Metall in einer Mitteilung auf. Den Beschäftigten werde bisher eine Jobgarantie verwehrt. "Werden die Einschnitte umgesetzt, zerstört der Vorstand Lebenspläne, er vernichtet Wissen und Kompetenz in großem Maßstab. Er setzt ein fatales Signal für den Industrie- und Hochtechnologiestandort Deutschland", erklärt die IG Metall.

Und weiter: "Dagegen fehlen verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten und die jeweiligen Standorte. Am Standort Villingen soll es 170 Mitarbeiter treffen."

Das wollen die Arbeitnehmervertreter und die IG Metall Villingen-Schwenningen nicht einfach so hinnehmen. So wurde zum bundesweiten Conti/Vitesco Aktionstag aufgerufen, und die Beschäftigten aus Villingen machten mit Flugblättern und einem Auto-korso auf sich aufmerksam.

In Zukunft sei erkennbar, wer bei Continental in Villingen arbeitet. "Für uns, die Betriebsräte von Continental und die Gewerkschaft IG Metall, stehen Arbeitsplatzsicherung und verlässliche Perspektiven für alle Beschäftigten unverändert an erster Stelle", erklärt Thomas Bleile, Erster Bevollmächtigter der IG Metall VS.

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