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Villingen-Schwenningen Brand in Uhrenfabrik: Feuerwehr rückt erneut aus

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Der Schaden ist immens. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Erst 13 Stunden nach dem Feuer in der Villinger Uhrenfabrik Engstler konnte die Feuerwehr am Montag abrücken. Doch auch am Tag darauf stieg noch Rauch aus der Brandruine auf.

Nein, einen Kommentar zur Zukunft der Firma möchte Gerold Engstler, Geschäftsführer der gleichnamigen Schwarzwalduhrenfabrik in der Robert-Bosch-Straße, nicht abgeben. Aber wer möchte es ihm verdenken? Seit Montag ist in dem familiengeführten Unternehmen nichts mehr, wie es vorher einmal war, nachdem ein technischer Defekt an einer Absauganlage für einen Brand gesorgt hatte.

Der Brand

Um 21.30 Uhr und damit über 13 Stunden, nachdem die Einsatzkräfte zur Explosion mit anschließendem Brand gerufen wurden, rückte die Feuerwehr am Montagabend ab. Rund 120 Kräfte hatten über Stunden bis zur Erschöpfung gegen den Brand und die zahlreichen Glutnester gekämpft. "So ein Kellerbrand ist immer schwierig, es hatte sich eine enorme Hitze entwickelt", berichtet Kommandant Ralf Hofmann am nächsten Tag. Insbesondere das Verpackungsmaterial sei Futter für die Flammen gewesen. Doch im Keller warteten nicht die einzigen Probleme auf die Feuerwehr – denn das Feuer fraß sich bis ins Dach.

Das hatte weitreichende Folgen. "Wir mussten gegen 18 Uhr zwei Bagger kommen lassen, die das Dach angehoben hatten, damit wir es ablöschen konnten", so der Kommandant. Anders sei es aufgrund der Beschaffenheit des Daches, welches mit mehreren Schichten wie Teer oder Kies gedämmt wird, nicht möglich gewesen. Hofmann: "Auch an die blechverkleideten Holzbalken sind wir kaum dran gekommen." Das Teil-Abriss des Daches sei deshalb die einzige Möglichkeit gewesen, für Abhilfe zu sorgen.

Doch auch am Dienstag wurde der Leitstelle gegen 8 Uhr von Anliegern gemeldet, dass aus der Brandruine erneut Rauch aufsteigt. Rund zwei Stunden lang wurden die betroffenen Bereiche nochmals abgelöscht. Die Einsatzkräfte haben zudem dafür gesorgt, dass die Eigentümer wenigstens auf Strom und Beleuchtung zurückgreifen können, um mit dem Ausräumen des stark beschädigten Gebäudes zu beginnen.

Auch für die Feuerwehr war am nächsten Morgen noch lange kein Alltag angesagt. Erst gegen 14 Uhr seien wieder alle Fahrzeuge vollständig ausgerüstet und damit einsatzbereit gewesen. "Zudem mussten die Atemschutzgeräte gewartet und vorbereitet werden", so Hofmann.

Die Folgen

Dieser berichtet außerdem davon, dass zwar große Teile des Anwesens durch den Brand- oder auch Wasserschaden betroffen seien – doch beispielsweise der Anbau habe nichts abbekommen. "Wir schauen natürlich immer, dass wir möglichst wenig Schaden verursachen." Allerdings habe die Feuerwehr aufgrund der enormen Brandausbreitung einen hohen Sachschaden nicht verhindern können.

Die Fabrik

Über mehrere Generationen stellt die Schwarzwalduhren-Fabrik Engstler eigenen Angaben zufolge bereits ihre Produkte für Kunden auf der ganzen Welt her. Zur Palette gehören unter anderem mechanischen Kuckucksuhren, die neueste Entwicklung an Quarz-Kuckucksuhren und Miniatur-Quarz-Kuckucksuhren.

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