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Villingen-Schwenningen Asylbewerber: Anwohner wurden nicht informiert

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In diesem Gebäude im Villinger Wohngebiet Erbsenlachen, in Nachbarschaft zum Neubaugebiet Welvert (im Hintergrund) sollen Flüchtlingsfamilien untergebracht werden. Foto: Huber

Villingen-Schwenningen - Die Einrichtung eines neuen Asylbewerberheims in den Erbsenlachen lässt den Kreis unter dem Druck der immer mehr zugewiesenen Asylbewerber kurzfristig aufatmen. 200 Menschen werden dort bald neue Unterkunft finden.

Doch auch hier, wie an anderen neuen Asylbewerberheimen, regt sich von Seiten der Nachbarschaft Widerstand. Hamid Khobadandehlou hat mit 50 anderen Anwohnern aus dem Neubaugebiet eine Unterschriftenliste beim Landratsamt eingereicht.

Doch geht es Khobadandehlou und den meisten anderen nicht um Ressentiments gegenüber der Menschen. "Ärgerlich ist es, dass wir vorab keine Informationen erhalten haben und nicht mit ins Boot genommen wurden", berichtet er. Alle Informationen haben die Anwohner nur über direktes Nachfragen beim Landratsamt erhalten. Von einer geplanten Infoveranstaltung hat Khobadandehlou nur deshalb erfahren, weil er bei einem Vor-Ort-Termin den Vorstoß gemacht hat und Vertreter von Landratsamt und Stadt angesprochen hat. Nur wegen der dürftigen Infos von offizieller Seite konnten sich bei den Welvert-Nachbarn Gerüchte verfestigen, dass beispielsweise nur alleinstehende Männer dort einziehen sollen.

Das wiederum stellt das Landratsamt in einer Pressemitteilung von gestern klar, dass genau dies nicht beabsichtigt wird, sondern Familien und Witwen in die Wohnblöcke 14, 18, 20 und 24 einziehen sollen. Erstmals kann der Landkreis individuelle Wohnungen für Flüchtlinge bereitstellen. Pressesprecherin Heike Frank nimmt auch zur geplanten Infoveranstaltung Stellung: "Eine nichtöffentliche Informationsveranstaltung für die Nachbarschaft findet am Dienstag, 30. September statt. Die Einladungsschreiben werden Anfang nächster Woche an die Anlieger und Nachbarn versandt. Auch die Anwohner der Wohngebiete Welvert und Erbsenlachen, die sich jetzt mit einem Schreiben an Landrat Sven Hinterseh gewandt haben, werden zu dem Informationstermin schriftlich eingeladen".

Die Einbindung der Anwohner ist Landrat Sven Hinterseh und Oberbürgermeister Rupert Kubon von Beginn an wichtig gewesen. Doch für den aus dem Iran stammenden Hamid Khobadandehlou kommt dies etwas spät. "Es werden schon Möbel hineingetragen", berichtet er. Er hätte sich gewünscht, dass Hinterseh und Kubon frühzeitig den Dialog gesucht hätten und nicht erst kurz bevor die Menschen einziehen werden. "Wie wir am Beispiel der Alleenstraße gesehen haben, sind uns ja sowieso die Hände gebunden", ist der Hausbesitzer überzeugt. Er und viele andere Anwohner haben sich schon dazu entschlossen, sich ehrenamtlich zu engagieren, wenn die Menschen da sind. Ein Vorhaben, das das Landratsamt unterstützen möchte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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