Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 40 Stundenkilometer auf einem Teil der Hauptstraße soll die Lage entspannen. Für Durchreisende gilt während der anstehenden Sanierung eine Vollsperrung.
Auch wenn die Sanierung der Ortsdurchfahrt erst bevorsteht, ging es in der Sitzung des Ortschaftsrat bereits um die Zeit danach. Grund ist das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer.
Markus Neininger, Anlieger der Hauptstraße, schilderte einmal mehr Beobachtungen. So werde viel zu schnell gefahren und sogar am Zebrastreifen überholt. Die vor eineinhalb Jahren erfolgten Messungen, wonach nur 0,3 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell waren, ergäben kein objektives Bild, so Neininger, weil Blitzerwarner und Radiodurchsagen die tatsächliche Situation verfälschten.
Neininger stellte den Antrag, nach der erfolgten Hauptstraßensanierung eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 Stundenkilometern einzuführen. Der Ortschaftsrat folgte der Initiative und beschloss einstimmig, einen gleichlautenden Antrag an den Gemeinderat zu stellen. Die Forderung häufigerer Kontrollen und verkehrsberuhigender Maßnahmen ergänzt den Beschluss. Die Beschränkung sollte von den Häusern Augello bis Wichmann gelten.
Umleitung nur mit Ampel
Bei einem weiteren Antrag ging es um den Hammerackerweg, falls dieser während der Straßensanierung als Umleitung genutzt wird. Schon wegen der Gefahr für Kinder dürfe diese Umleitung nur mit Ampelregelung zur Verfügung stehen, so die Bürgervertreter um Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt.
Zu den entwendeten Ortsschildern informierte Hellenschmidt, dass Anzeige wegen Diebstahls gestellt worden sei. Weiter gab der Ortsvorsteher bekannt, dass der Poller zwischen den Straßen Hammerwäldle (Haus Tröndle) und Sommerberg (Haus Kaltenbach) bestehen bleibe. Nach etlichen Einwänden endlich versetzt wurde das Buswartehäuschen beim Rathaus. Grund war die erhebliche Sichtbehinderung der Feuerwehrausfahrt.
Abends für Anlieger frei
Einen kleinen Lichtblick für die Nutzung der Ortsdurchfahrt während der Sanierung gibt es für Anlieger: Nach Feierabend, gegen 17.30 Uhr, sei es möglich an der Baustelle vorbeizufahren und Einkäufe im Landmarkt zu erledigen. „Nutzen Sie diese Unterstützungsmöglichkeit für den Landmarkt“, zitierte Hellenschmidt. Für Durchreisende gelte die Vollsperrung.
Auf Probleme mit Alkohol, inklusive Belästigungen und Beleidigungen durch einen Bewohner des Rathauses wiesen Einwohner hin. Der Ortschaftsrat stellte deshalb einen Antrag an die Stadt, dass die Person an einen anderen Ort oder in eine Einrichtung verlegt wird.
Sorgen wegen Trekking-Camp
Mit etwas Sorge betrachten die Ortschaftsräte die Aufstellung eines Trekking-Camps im Wald am Wasserweltensteigweg. Wegen Waldbrandgefahr und Missbrauch forderte der Rat eine Risiko-Nutzen-Abschätzung.