Ähnlich wie auf diesem Symbolfoto könnten Taubenschläge auch in Hechinger Dachstühlen aussehen. Foto: Verein Stadttauben Hechingen

Der Verein Stadttauben Hechingen wendet sich mit einem Facebook-Post an Hauseigentümer. Gesucht werden Dachstühle für Taubenschläge. Unsere Redaktion weiß, welche Standorte gewünscht sind.

Das Thema Taubenschläge in der Hechinger Kernstadt kommt erneut in Bewegung. Der Verein „Stadttauben Hechingen“ sucht aktiv nicht genutzte Dachstühle und hat am Mittwoch per Facebook-Post einen Aufruf gestartet. Angesprochen sind Hauseigentümer und Personen, die Hauseigentümer vermitteln können.

 

Wunschorte sind laut Aufruf in dem sozialen Netzwerk unter anderem Hechingens Innenstadt – heißt der Obertorplatz und der Marktplatz und Umgebung. Dazu die Goldschmiedstraße, die Gutenbergstraße, die Schulstraße und Umgebung, die Herrenackerstraße und Umgebung, der Albert-Schweitzer-Weg und Umgebung sowie die Hospitalstraße und die Obere und Untere Mühlstraße.

Verein garantiert für Sauberkeit

Das Dilemma des Vereins, der sich die tierschutzgerechte Reduzierung der Taubenpopulation in Hechingen auf die Fahne geschrieben hat, ist der Mangel an geeigneten Dachstühlen für Taubenschläge: „Wir suchen dringend nicht genutzte Dachstühle um Taubenschläge einrichten zu können. Wir garantieren für Sauberkeit und Dämmung. Die Betreuung und Reinigung wird durch unseren Verein gewährleistet“, heißt es in der Mitteilung.

Betont wird vom Verein zudem, dass die Tauben 80 Prozent des Tages im Schlag verbringen, dort gefüttert und wenn nötig medizinisch versorgt werden. Das Konzept mit den Taubenschlägen: Die Taubenpopulation soll durch den Tausch der Eier gegen Ei-Attrappen nicht weiter anwachsen. Und weiter: „Im Laufe der Zeit wird sich die Hechinger Taubenpopulation enorm reduzieren. Die Verelendung der ehemaligen Haustiere gehört der Vergangenheit an wie auch Verschmutzung an Gebäuden. Teure Vergrämungsaktionen werden nicht mehr nötig sein“, so der Verein „Stadttauben Hechingen“.

Stadt Hechingen und Verein arbeiten zusammen

Die Suche nach Taubenschlägen hatte bereits Anfang März an Fahrt aufgenommen. Überraschend gab es damals ein Treffen unter anderem mit Bürgermeister Philipp Hahn, und Christine Maier, Vorsitzende des Vereins. Stadt und Verein wollen gemeinsam den Tauben Einhalt gebieten. Die Stadt unterstütze die Suche des Vereins nach geeigneten Orten für Taubenschläge, sollten sich Hauseigentümer bereitwillig zeigen, teilt Maier unserer Redaktion mit. Das bestätigt auch Patrick Loll, Leiter des städtischen Ordnungsbereichs, auf Nachfrage. Die Stadt habe bereits Gebäude in ihrem Eigentum auf die Tauglichkeit als Taubenschläge geprüft. „Da war aber nichts Passendes dabei“, so Loll.

Bleibt abzuwarten, ob sich auf den Aufruf Hauseigentümer melden, die sich Taubenschläge in ihrem Dachstuhl vorstellen können.

Wer seinen Dachstuhl an den genannten Stellen zur Verfügung stellen möchte oder weitergehende Fragen hat, wendet sich an Stadttaubenhch@gmail.com.