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US-Häftling soll Freitag erschossen werden

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US-Häftling vor Exekution durch Erschießen Quelle: Unbekannt

Washington - Für den US-Häftling Ronnie Lee Gardner im US-Staat Utah tickt die Uhr: Ein Ausschuss hat seine Begnadigung am Montag abgelehnt, und nun wird Gardner voraussichtlich am Freitag gleich nach Mitternacht im Staatsgefängnis von Draper hingerichtet werden.

Nicht durch die Giftspritze, sondern durch ein Erschießungskommando: Dafür hatte sich der 49-Jährige im April selbst entschieden. Er wäre damit der dritte US-Gefangene, der durch Gewehrkugeln exekutiert wird, seit die Todesstrafe in dem Land 1976 wiedereingeführt wurde. Alle drei Hinrichtungen dieser Art gab es in Utah.

Gardner war vor 25 Jahren zum Tode verurteilt worden: Er hatte bei einem Fluchtversuch in einem Gerichtsgebäude einen Rechtsanwalt erschossen und einen Justizangestellten schwer verletzt. Er befand sich damals in Untersuchungshaft und sollte an jenem Tag wegen Mordes an einem Barmann angeklagt werden. Der Häftling bestreitet die Taten nicht, für die er mit seinem Leben bezahlen soll. In seinem Begnadigungsgesuch, das einstimmig abgelehnt wurde, hat er jedoch geltend gemacht, dass er seine Verbrechen zutiefst bereue und ein anderer Mensch geworden sei.

Die letzte Hoffnungen des Gefangenen ruhen nun auf dem höchsten Gericht in Utah und dem Supreme Court der USA. Gardners Anwälte haben bei der höchsten staatlichen Instanz eine Aussetzung der Exekution beantragt, lehnt diese das ab, wollen die Rechtsvertreter den Obersten Gerichtshof in Washington einschalten. Rechtsexperten sind sich aber einig: Die Aussichten auf einen Erfolg sind schlecht.

Zuletzt war 1996 in Utah der verurteilte Kindermörder John Albert Taylor durch ein Erschießungskommando hingerichtet worden. 2004 wurde auch in diesem Staat die Giftspritze als Exekutionsmethode eingeführt, aber vor diesem Zeitpunkt verurteilte Häftlinge haben die Wahl: Injektion oder Kugeln.

Informationszentrum zur Todesstrafe in den USA: www.deathpenaltyinfo.org

(dpa)

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