Auch viele alte Bäume zwischen Fürstengarten, Lindenallee und Domäne hat es erwischt. Foto: Stopper

Durch das Unwetter sind enorme Schäden im Hechinger Stadtgebiet entstanden. An vielen Stellen blockieren umgestürzte Bäume derzeit noch Wege und Einrichtungen. Am Heiligkreuzfriedhof sieht es immer noch verheerend aus.

Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und gesperrte Straßen – das Unwetter vom Donnerstag richtete im ganzen Zollernalbkreis Schäden an. Auch in Hechingen hat der Sturm seine Spuren hinterlassen. Besonders tragisch: Während des Unwetters kam laut Polizei ein Camper ums Leben (wir berichteten). Außerdem musste die Burg Hohenzollern am Freitag und Samstag, 25. und 26. August, geschlossen bleiben, denn auf der Zufahrt bestand Lebensgefahr.

 

Das Unwetter am Donnerstagabend hat zudem ein Loch ins Dach der Stiftskirche in Hechingen gerissen, der Regen beschädigte die große Orgel. Die wichtigsten Verkehrswege sind mittlerweile von umgestürzten Bäumen befreit, aber Fußwege und auch der Friedhof Heiligkreuz sind teilweise noch gesperrt – letzterer soll am Samstag, 2. September, wieder vollständig geöffnet sein. Auch die Lindenallee zwischen Fürstengarten und Domäne hat es erwischt. Sie ist aktuell nicht passierbar.

Aufräumarbeiten müssen priorisiert werden

„Das große Aufräumen hat begonnen“, berichtet Thomas Jauch von der Stadt Hechingen. „Durch das Unwetter sind enorme Schäden entstanden.“ Doch was passiert mit all dem Holz der umgefallenen Bäume? „Es gibt drei Sammelstellen in der Stadt, an denen das Holz gesammelt und anschließend zerschreddert wird“, erklärt Jauch.

Schlussendlich werde das zerschredderte Holz dann zentral als Brennholz vermarktet. „Das Wichtigste ist, dass wir das ganze Holz schnellstmöglich wegbekommen. Eine der Sammelstellen, der Parkplatz Festplatz Im Weiher, muss zeitnah frei werden, da dort demnächst wieder Veranstaltungen stattfinden sollen.“

Betriebshof-Mitarbeiter sammeln mit Baggern und Containern das Bruchholz ein. Foto: Stopper

Mit den Aufräumarbeiten sei vor allem der Betriebshof betreut. Um Sturmschäden im Außenbereichen kümmern sich auch Forstwirte. Der städtische Betriebshof werde, so Jauch, bei den Aufräumarbeiten von privaten Hechinger Holzbetrieben unterstützt.

Aufräumarbeiten sollen noch mehrere Wochen dauern

Besonders stark hat es das Stadtgebiet getroffen. „Wir müssen die Aufräumarbeiten priorisieren, da sie so zahlreich sind. An erster Stelle stehen die umgestürzten Bäume, die Verkehrswege behindern. Erst dann sind Spazierwege dran“, berichtet Jauch. Auch die Aufräumarbeiten auf dem Friedhof Heiligkreuz hätten Priorität. Trauernde wollen hier die Gräber besuchen.

Am Heiligkreuzfriedhof geht das nicht überall, es gibt Teilsperrungen. Vor dem Eingang stapeln sich dicke Baumstämme und Geäst. Auf dem Gelände sind Baumkletterer und Spezialisten mit Hubwagen im Einsatz und untersuchen, wo angeknackstes Geäst abgesägt werden muss. Ein Arbeiter, der lieber anonym bleiben möchte, teilte unserer Redaktion mit, dass man beim städtischen Betriebshof gerade mit personellen Problemen kämpfe, da Mitarbeiter noch im Urlaub sind. Unabhängig davon werde es auf jeden Fall mehrere Wochen dauern, bis das letzte Sturmholz in der Stadt beseitigt sei.

Außenspielfläche des Naturkindergarten ist gesperrt

Thomas Jauch teilte mit, man arbeite gemeinsam mit Hochdruck daran, die Sperrungen schnellstmöglich wieder aufheben zu können. Nicht ganz einfach wird das auf den Wegen in den Waldgebieten, wo viele Bäume beschädigt sind und Fußgänger gefährden können.

Was den Naturkindergarten am Hechinger Lärchenwäldle betrifft, so sei dieser zwar in Betrieb, doch die Außenspielfläche des Naturkindergartens im Waldgebiet sei erst einmal bis auf Weiteres gesperrt. Jauch: „Das Kindergartenleben spielt sich derzeit um die zwei Bauwägen herum ab.“ Unter die Bäume soll niemand. In waldigem Gelände sind viele Wege noch nicht passierbar und das wird sich, so lässt es sich bereits absehen, wohl erst einmal nicht ändern.