Amtsleiter Hauptamt Hartmut Walter (von links), Bürgermeister Jens Keucher, Niederlassungsleiter Marc von Hamm und Birgit Stiehle vom Handels- und Gewerbeverein in der Halle von Fritz Technologie. Foto: Schneider

Fritz Technologie hat sich auf das Abdichten von Dächern in Industrie, aber auch bei kommunalen Gebäuden, fokussiert. Das größte Projekt stand für die Sulzer Niederlassung mit dem Bau 56 von Mercedes Benz an.

„Unsere Fassade ist ein Unikum, da gleicht keine Kantung der anderen“, erklärt Marc von Hamm, Niederlassungsleiter von Fritz Technologie in Sulz, beim Firmenbesuch von Stadtverwaltung und dem Handels- und Gewerbeverein.

 

Jedes Blech sei von Hand angepasst und schließlich montiert worden. Damit schlägt er den Bogen zu seiner Firma, die sich auf eine ganz spezielles Handwerk verlegt hat.

Dach- und Fassadenarbeiten

„Wir kümmern uns um das Abdichten von Dächern“, erläutert er. Das größte Projekt sei der Bau 56 von Mercedes Benz mit einer Fläche von 150  000 Quadratmeter gewesen.

Während die Hauptniederlassung in Murr größtenteils für Metallfassaden für die Industrie zuständig ist, stehen die Mitarbeiter aus Sulz meistens oben auf den Gebäuden, um diese wasserfest zu machen.

Spaß an der Arbeit haben

„Bei Temperaturen zwischen null und 40 Grad draußen zu sein und den Brenner zu schwingen, ist nicht für jeden etwas“, gesteht der Ingenieur ein. Doch habe er eine gute Mannschaft an Leuten, die genau das wollten.

Man müsse nicht studiert haben oder perfekt die deutsche Sprache können, um im Unternehmen anfangen zu können, meint von Hamm. „Wichtig ist, dass du Spaß bei der Arbeit hat“, erklärt er.

Mitarbeiter sind gesucht

Den hätten seine Facharbeiter, die oft bosnische Wurzeln hätten und durch Empfehlungen von Kollegen auf das Unternehmen in Sulz aufmerksam gemacht würden.

„Wir ziehen unseren eigenen Nachwuchs groß“, erklärt er mit Verweis auf verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten. Mittlerweile hätten dies schon so viele seiner Mitarbeiter gemacht, dass man wieder auf der Suche nach einfachen Helfern sei.

Vertrauen zahlt sich aus

Und eine weitere Besonderheit kann er berichten. „Wir kennen unsere Nachunternehmer seit Jahren“, sagt er. Viele davon seinen ehemalige Mitarbeiter, die sich selbstständig gemacht hätten und das Unternehmen in Spitzenzeiten mit ihrem Personal unterstützten.

Das Vertrauen, das dadurch gebildet werde, zahlt sich auch an anderer Stelle aus. „Unsere Haftpflichtversicherung von 20 Millionen Euro zeigt, dass wir eine sehr geringe Schadensquote haben“, geht von Hamm auf eine Folge der guten Zusammenarbeit ein.

Nachhaltigkeit ist Thema

Neben großen Unternehmen wie Trumpf zählen auch zahlreiche Familienunternehmen aus dem Schwarzwald zu den Kunden des Sulzer Standortes. Doch es kämen auch immer mehr Ausschreibungen der öffentlichen Hand auf den Tisch.

Bei Sanierungen achte man darauf, Materialien wie Steinwolle zu bis 40 Prozent wiederzuverwerten. Bei dem Bitumen, das für die Abdichtung der Dächer verwendet würden, sei dies hingegen schwieriger.