So ist die Umleitung für die Rauschbart-Vollsperrung geplant. Der Schwerverkehr soll über Rottenburg, Eutingen und Hohenberg fahren. Warum die Altheimer Straße Einbahnstraße wird und ein Parkverbot bekommt.
Soeben hat das Regierungspräsidium das Umleitungskonzept für die Rauschbart-Vollsperrungen veröffentlicht. Unsere Redaktion sagt, wo es eng werden könnte und wo man in Zukunft länger brauchen könnte.
Alexandre Merz vom Regierungspräsidium hat das Umleitungskonzept, das in Zusammenarbeit mit der Stadt Horb, der Verkehrspolizei, dem Landratsamt Freudenstadt sowie Vertretern des ÖPNV und der Rettungsdienste erarbeitet wurde, vorgestellt. Er sagt: „Wir sind sozusagen von außen nach innen gegangen: Auf welchen Strecken kann der Schwerlastverkehr reibungslos Richtung Freudenstadt oder aus Freudenstadt auf die Autobahn kommen?“
Maßnahme eins: Der Verkehr in Richtung Freudenstadt soll die Anschlussstelle Rottenburg benutzen. Merz: „Wir werden auch aus Richtung Singen/Empfingen entsprechende Schilder an der Abfahrt Horb anbringen.“
Abbiegen Richtung Mühlen
Falls ein Sattelschlepper doch unten an Kreuzung Dammstraße landet – hier steht ein Schild: „LKW-Durchfahrtsverbot. Anlieger frei.“
Das nächste steht an der Kreuzung Neckarstraße/Mühlener Straße. Merz: „Nach mehrfacher Ankündigung und Verbotszeichen ist hier die letzte Möglichkeit in Richtung Mühlen abzubiegen.“
Hier kann er dann entweder Richtung Ahldorf hoch Richtung A 81 oder über die Kreisstraße 4708 Richtung Bildechingen fahren.
Nächste mögliche Umleitung Richtung Autobahn auf dieser Strecke: den Berg hoch über Weitingen Richtung Ergenzingen und der Bundesstraße Richtung Anschlussstelle Rottenburg. Diese Möglichkeiten ergeben sich aus der Umleitungsführung aus dem Neckartal in Richtung Horb.
Kann man auch entsprechende Schilder auf dem Asphalt in Horb anbringen, damit es auch der „blindeste Fahrer“ erkennt? Alexandre Merz: „Solche aufgemalten Schilder können ein Verkehrsschild nicht ersetzen. Deshalb ist das nicht vorgesehen.“ Das heißt im Klartext: Schwerlastverkehr, der bergab bis zur Kreuzung Dammstraße kommt, darf legal nur über Rexingen Richtung Freudenstadt fahren.Außer, er ist Anlieger.
Von Sulz her über Rexingen
Merz: „Aus Richtung Neckarhausen ist für den Schwerlastverkehr die Strecke Ihlingen, Rexingen und dann entweder über die Käppeleshofkreuzung Richtung Hohenberg vorgesehen. Oder Richtung Freudenstadt.“
Horbs Bürgermeister Ralph Zimmermann (FDP): „Wir hoffen, mit diesem Konzept ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr in den sensiblen Bereichen durchsetzen zu können.“
Alexandre Merz: „Wir werden die Altheimer Straße stadtauswärts als Einbahnstraße einrichten, damit der Verkehr reibungsloser aus Horb herauskommt. Die Bildechinger Steige wird in beiden Richtungen befahrbar bleiben. Das haben die Blaulichtorganisationen gefordert, da beide Richtungen auch wichtige Rettungswege sind.“
Die Altheimer Straße
Fakt ist: Rettungswagen und Notarzt sind am Horber Krankenhaus am unteren Marktplatz stationiert.
Was heißt dieses Umleitungskonzept für die Altheimer Straße? Wird es ein Parkverbot geben? Horbs Bürgermeister Ralph Zimmermann (FDP): „Ja, es wird hier ein Parkverbot angeordnet, damit die Fahrzeuge und Busse reibungslos bis zur Kreuzung Käppeleshof gelangen können.“ VGF-Geschäfsführer Franz Schweizer sagt dieser Redaktion: „In früheren Zeiten haben wir den Busverkehr sogar in beide Richtungen über die Altheimer Straße gemacht. Wenn rechts und links keine Autos stehen, ist diese Strecke sicherlich auch für den Busverkehr zu nutzen.“
Wird das Umleitungskonzept funktionieren? Michael Lumpp, Referatsleiter Baureferat Süd: „Sowohl unsere Erfahrungen als auch die der Polizei aus anderen Baustellen zeigen, , dass die Autofahrer in den ersten Tagen noch versuchen werden, so durchzukommen. In der Regel legt sich das nach wenigen Tagen.“ Bürgermeister Zimmermann: „Weil die erste Rauschbart-Vollsperrung im Januar sein wird, haben wir die Chance zu beobachten wie es funktioniert und ob man noch nachbessern muss.“