Die Bauarbeiten an der Loßburger Ortsdurchfahrt gehen in die nächste Phase: Ab dem 18. April wird die Oberndorfer Straße bis zum Kreisverkehr komplett gesperrt. Der Verkehr wird über Alpirsbach umgeleitet.
Schon bald gibt es kein Durchkommen mehr: Bereits seit Anfang März wird an der Oberndorfer Straße gebaut, die von der Ortsdurchfahrt abzweigt und an dem Gelände der Firma Arburg vorbei nach Süden führt. Bisher war der Bereich zwischen der Hauptstraße und der Arthur-Hehl-Straße voll gesperrt. Der Bereich zwischen der Einmündung der Arthur-Hehl-Straße und dem Kreisverkehr wurde hingegen nur halbseitig gesperrt.
Der innerörtliche Verkehr konnte daher über die Keplerstraße, die Arthur-Hehl-Straße und über das halbseitig gesperrte Teilstück der Oberndorfer Straße umgeleitet werden. Wegen der halbseitigen Sperrung regelte eine provisorische Ampel den Verkehr. Doch damit ist nun bald Schluss.
Denn ab Donnerstag, 18. April, wird auch das bisher nur halbseitig gesperrte Teilstück zwischen Arthur-Hehl-Straße und Kreisverkehr voll gesperrt. Das bestätigt die Gemeindeverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion. Die Sperrung soll voraussichtlich bis zum 5. Mai andauern.
Ortsumleitung fällt weg
Für die Loßburger bedeutet das: Die bisherige innerörtliche Umleitung fällt ersatzlos weg. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist das kein größeres Problem: „Die innerörtliche Umleitung brauchen wir nicht“, erklärt Bauamtsleiter Jochen Geßler. „Das Wohngebiet Härlen kann man weiterhin erreichen über die Alpirsbacher Straße.“
Der überregionale Verkehr wird hingegen – wie bisher auch – über Alpirsbach umgeleitet. Damit es beim öffentlichen Nahverkehr zu keinen Verzögerungen kommt, dürfen Busse über ein nahe gelegenes Firmengelände fahren. Auch Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst dürfen das Firmengelände nutzen.
Polizei liegt auf der Lauer
Für alle anderen Verkehrsteilnehmer ist diese Route aber tabu. Die Zufahrt zum Gelände ist mit Schranken abgesperrt und die Pförtner lassen nur jene Fahrzeuge durch, die auch wirklich über das Gelände fahren dürfen.
Illegale Schleichwege an der Baustelle vorbei gibt es nicht, wie auch Geßler bestätigt. Dennoch befürchtet die Gemeinde, dass einzelne Verkehrsteilnehmer unerlaubterweise von der Hauptstraße in die Wohngebiete abbiegen, und auf der Suche nach einem Schleichweg in einer Sackgasse landen. Deshalb wird laut Gemeinde die Polizei dort verstärkt Präsenz zeigen.
Doch was für Arbeiten werden an der Straße eigentlich vorgenommen? Laut Gemeinde ist die Sperrung wegen Straßenbelagsarbeiten nötig. Das klingt allerdings simpler als es ist: „Zuerst wird der alte Belag abgefräst“, erklärt Geßler. „Danach wird das Planum hergestellt.“
Das sogenannte Planum ist eine Schicht aus Schotter, auf die dann eine Tragschicht aus Asphalt aufgetragen wird. Es folgt dann noch eine Bindeschicht, und erst dann kann die Deckschicht aufgetragen werden, die eigentliche Straßenoberfläche, auf der dann die Autos fahren. Auch müssen noch Schächte angehoben und Bordsteinkanten angepasst werden.
Bushaltestelle soll barrierefrei werden
Und selbst dann sind die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen. Denn auf den frischen Asphalt müssen noch die Fahrbahnmarkierungen aufgemalt werden.
Bereits jetzt sind aber auch schon einige Arbeiten an der Baustelle erledigt. „Die neuen Leitungen liegen schon alle drin“, berichtet Geßler. So wurden neue Internet- und Stromkabel sowie neue Wasser- und Gasleitungen verlegt.
Neben den neuen Gehwegen sind auch die moderneren Bushaltestellen laut Geßler bereits fertiggestellt. Sie sollen künftig sehbehindertengerecht und barrierefrei sein.