Bauamtsleiter Wössner betont, dass der gefährdete Hang nicht der Stadt gehöre. Damit weist er die Aussage des Landratsamtes zurück, für die steile Hangkante sei die Kommune verantwortlich.
Die Auskunft des Landratsamtes, die Steinschlaggefahr am Radweg zwischen Mühlheim und Fischingen gehe von städtischem Eigentum aus, will Reiner Wössner, Leiter des Stadtbauamtes, im Ausschuss Technik und Umwelt so nicht stehen lassen.
„Dem ist nicht so“, erklärt er und stützt sich dabei auf eine geologische Untersuchung, welche die Stadt in Auftrag gegeben hatte.
Erhöhtes Risiko
Bei dieser wurde die Strecke bei Mühlheim in mehrere Abschnitte unterteilt, von denen einige eine sehr geringe Schadensfähigkeit für Steinschlag aufwiesen, anderen jedoch ein erhöhtes Risiko attestiert wurde.
Bei dem Bereich, an dem am Wochenende mehrere Steine neben den Radweg und die Kreisstraße 5502 gestürzt waren, handelt es sich um einen Abschnitt mit erhöhtem Risiko.
Kein städtisches Stück
Anhand einer Karte, in der das entsprechende Flurstück eingezeichnet ist, führt der Bauamtsleiter aus, dass die Kreisstraße wie auch ein Teil des Hanges kreiszugehörig seien. Denn das Flurstück gehe von der Straße aus noch gut 3,5 Meter über Radweg und Hang.
„Das Steinschlaggebiet gehört nicht zum städtischen Stück“, betont er. Die Gefahr gehe vielmehr vom Eigentum des Landratsamtes aus.
Schilder sind aufgestellt
„Mittlerweile wird mit Schildern auf die Gefahr des Steinschlags hingewiesen“, ergänzt Bürgermeister Jens Keucher. Vor geraumer Zeit war der Radweg schon einmal wegen herabfallender Steine gesperrt gewesen. „Ein erneutes Absperren wäre jetzt keine Lösung“, sagt Stadtrat Jürgen Herbst (GAL).
Doch immerhin etwas hat sich getan. Seit kurzer Zeit stehen an dem Abschnitt Schilder, die auf die Gefahr von Steinschlag hinweisen.