Rund 300 Reisepässe werden jährlich auf dem Rosenfelder Rathaus beantragt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Bürgerbüro ist für Rosenfelder die erste Anlaufstelle, wenn sie beispielsweise einen neuen Ausweis brauchen. Anders als in anderen Städten müssen sie vorab keinen Termin vereinbaren, und die Wartezeiten sind kurz.

Relativ entspannt geht es zu, wenn Bürgerinnen und Bürger in Rosenfeld beim Bürgerbüro vorsprechen müssen. In anderen Städten müssen sie erst mühsam online einen Termin buchen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Nicht so auf dem Kleinen Heuberg.

 

Seit 2019 steht im Erdgeschoss des Alten Rathauses das Bürgerbüro zur Verfügung, wenn man sich beispielsweise an- oder ummelden muss oder einen Ausweis beantragen will. Auch in der Corona-Zeit war es nie ganz geschlossen – es wurde an die damals geltenden Hygiene-Vorschriften angepasst: mit Abstand, Maske und Plastikscheiben an der Theke. Auch heute verzichtet Rosenfeld auf Vorab-Terminvereinbarungen im Bürgerbüro. Dadurch könne es bei starkem Andrang Wartezeiten für Bürgerinnen und Bürger geben – „je nachdem, was sie für ein Anliegen haben“, erklärt Bürgermeister Thomas Miller. Geschlossen bleiben auch nach Corona die Außenstellen des Bürgerbüros in Heiligenzimmern und Leidringen. Der Grund: Personalmangel, so Miller.

Rund 600 bis 700 Personalausweise

Zwischen 600 und 700 Anträge auf Personalausweise, rund 300 für Reisepässe und etwa 80 Bauanträge kommen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rosenfelder Stadtverwaltung jährlich auf den Schreibtisch. Sie nehmen persönliche Daten und biometrische Fotos für neue Dokumente entgegen. Anträge für Ausweise und Pässe werden an die Bundesdruckerei weitergeleitet, die dann die fertigen Dokumente per Post an die Stadtverwaltung verschickt. Für Bauanträge ist das Landratsamt in Balingen zuständig; in Rosenfeld reichen Bauwillige Formulare und Pläne im Rathaus ein, und die Unterlagen gehen an die zuständige Behörde im Landratsamt. Zum Rosenfelder Service gehört es auch, Rentenanträge entgegen zu nehmen, die dann an die Deutsche Rentenversicherung weitergeleitet werden.

Der Andrang aufs Bürgerbüro und die städtischen Dienstleistungen ist laut Miller in Rosenfeld noch überschaubar. Andere Städte vergeben online Termine für Wochen im Voraus oder installieren Automaten, an denen die Bürger etwa Daten für Ausweisdokumente eingeben und ein den Vorschriften entsprechendes Foto machen können.