Werben für ihr Projekt zur Stärkung der „Albstadt-Identität“ (von links): Martin Roscher, Roland Tralmer und Prisca Hiller. Foto: Dunja Kuster

Bürger und Vereine dürfen sich mit eigenen Projekten im 50. Jubiläumsjahr der Stadt Albstadt beteiligen – und werden dabei finanziell gefördert. Über Regularien und Ablauf informierten Martin Roscher, Prisca Hiller und Roland Tralmer bei einer Präsentation.

„50 Jahre Albstadt – ein Fest der Vielfalt und für die Zukunft“ – genau das soll im nächsten Jahr gefeiert werden, wenn die Stadt Albstadt das 50. Jahr ihres Bestehens antritt. Neben einem Stadtfest soll es auch eine Reihe von Veranstaltungen geben, informieren Kulturamtsleiter Martin Roscher und seine Mitarbeiterin Prisca Hille bei einem Pressegespräch – und ermuntern Vereine, Gruppen und einzelne Personen, sich rege daran zu beteiligen.

 

Der Fokus des Stadtjubiläums liege zum einen auf dem Zusammenwachsen Albstadts zu einer Stadt und der Stärkung der „Albstadt-Identität“ wie des Albstädter „Wir-Gefühls“ gleichermaßen – eine Art „Doppelstädtigkeit“ wie Martin Roscher erklärt: „Jemand soll sich zum Beispiel als Pfeffinger ebenso identifizieren wie als Albstädter.“

Aus drei Säulen werde das Stadtjubiläum 2025 bestehen, erklärt er: Mindestens 50 Veranstaltungen soll es geben, die über das Jahr verteilt sind – 41 stünden bereits fest; das gemeinsame Stadtfest vom 17. bis 20. Juli 2025 und eine Projektförderung namens „Albstadt50“.

Projekte sollen einen Mehrwert für Albstadt und seine Bürger bringen

Mehr als 130 000 Euro stehen in diesem Fördertopf zur Verfügung; gefördert werden sollen mindestens 13 Projekte mit jeweils bis zu 10 000 Euro Eigenförderung, zwei Anträge seien bereits eingegangen. Damit sollen Anreize für neue Formate und Begegnungen im Stadtgebiet geschaffen werden, um eine breite Stadtgesellschaft anzusprechen und das interkulturelle Zusammenleben weiter zu stärken.

„Egal ob Theaterprojekt, Musikveranstaltung, kreativer Workshop, ein Themenpodium zu Fragen von Mobilität, Sport und Kulinarik – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt“, sagt Oberbürgermeister Roland Tralmer und Prisca Hille ergänzt: „Die Projekte sollen einen sichtbaren und nachhaltigen Mehrwert für die Bürger im Jubiläumsjahr bringen.“ Die Projekte müssten alle im Jubiläumsjahr 2025 stattfinden.

Auch die Zusammenarbeit spielt bei der Bewertung eine Rolle

Interessenten stellen ihre Projektidee in einem Antragsformular vor. Im Anschluss entscheidet eine „unabhängige Jury“, welche Projekte gefördert und umgesetzt werden. Zu den Bewertungskriterien zählen mitunter die Innovationskraft der Projekte, die Kraft der Kooperation und Zusammenarbeit – arbeiten Vereine zum Beispiel an einem Projekt zusammen – und der Mehrwert für Bürger und Stadtentwicklung. Die Jury soll aus drei „Persönlichkeiten der Stadt“ bestehen, die laut Roscher keinerlei Bezüge zu Vereinen, Politik und Organisationen haben.

Die ausgewählten Projekte erhalten bis zum 31. Juli Bescheid, und die Auszahlung der Fördermittel erfolgt ab Jahresanfang 2025. „So ist eine gewisse Planungssicherheit gegeben“, sagt Hille. Spätestestens zwei Wochen nach einer Veranstaltung müssen die jeweiligen Organisatoren Rechnungen, Belege und Verwendungsnachweise beim Kulturamt einreichen. So soll sichergestellt werden, dass die Gelder auch tatsächlich entsprechend ihrem angedachten Zweck verwendet werden.

Ansprechpartnerin im Kulturamt ist Prisca Hiller

Informationen zum Stadtjubiläum, das Förderformular zu „Albstadt50“ sowie die Förderrichtlinien sind im Internet unter www.albstadt.de/stadtjubiläum abrufbar. Der ausgefüllte Förderantrag ist bis zum 31. Mai bei Prisca Hille im Kulturamt Albstadt, Projektstelle Stadtjubiläum – einzureichen; sie ist auch Ansprechpartnerin für weitere Fragen. Kontaktiert wird sie per Telefon unter 07431/160 1234 oder per E-Mail an prisca.hille@albstadt.de.