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Southside Festival Tausende feiern Jennifer Rostock und Co

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Tausende von Fans feiern Jennifer Rostock und Co - das ist Southside 2017! Foto: Toews

Neuhausen ob Eck - Propeller-Mützen, neonfarbene Tutus oder Nikolausmützen – um den sonnigen 30 Grad am Festivalfreitag Herr zu werden, ließen sich die Southside-Besucher so einiges Kreatives und mehr oder weniger Effektives einfallen.

Wer beim Auftakt des Festivals in Erinnerung an den "Weltuntergang" des vergangenen Jahres mit nervösen Blicken zum Himmel auf der Suche nach Regenwolken oder mit Outdoor-Survival-Kleidung gerechnet hatte, der wurde am Freitag eines Besseren belehrt. Annähernd wolkenfrei war nicht nur der Himmel, sondern auch das Gemüt der Festivalgänger – zumindest nachdem sie sich mit Zelt, Getränkevorrat und Mini-Schwimmbad häuslich auf dem Campingplatz eingerichtet hatten.

Klagen gab es lediglich über die drückende Hitze, den ersten saftigen Sonnenbrand oder den Eimer Wasser, den der ein oder andere von seinen Mitcampern über den Kopf geschüttet bekam. Die Musikfans suchten am Mittag erst einmal Zuflucht im Schatten, ehe bekannte Acts sie aus ihrem Versteck vor die Bühnen trieben.

Dabei hatten im Vorfeld ungewöhnlich viele potenzielle Southside-Besucher versucht, ihre Karten im Netz zu verscherbeln, während in den Vorjahren eher Profit mit dem Kartenverkauf unter der Hand gemacht wurde. Ob es an der Angst vor einem Unwetter oder den "Rock am Ring"-Vorfällen lag, blieb offen. An einem schwachen Line-Up kann es nicht liegen, auch wenn ein richtiger "Kracher" für manche dieses Jahr zu fehlen scheint.

Schon der Freitag begann stark. Einziger Wermutstropfen beim Festivalspaß: Erstmals gab es eingehende Taschenkontrollen, die vor allem am Donnerstagabend teilweise stundenlang für verstopfte Eingänge und entnervte Gesichter sorgten. Während Künstler wie Passenger auf der Bühne dann nur auf Gitarre, Stimme und Gefühl setzten, gab es gegen Nachmittag eine knallige Bühnenshow der 257er à la "Kirmesbesuch auf LSD". Die Essener Hip-Hopper ließen nicht nur Horrorclowns und einen Affen auftreten, sondern warfen sich selbst passend zu jedem Song in ein anderes Kostüm – von Piraten bis zu Supermario. Mit Schaumkanone und Bierdusche brachten sie ihre Fans trotz der drückenden Hitze zum Springen und wiesen sie natürlich auch an, das "Holzi Holzi Holz" zu preisen.

Knappes Outfit und provokante Texte

Deutschrockröhre und "Hengstin" Jennifer Rostock – altbekannter Gast beim Southside und wie gewohnt im knappen Outfit und mit provokanten Texten – erzählte in ihren Songs ebenso bunte Geschichten wie die zahlreichen Tattoos auf ihrem Körper. Die Band feiert bald zehnjähriges Bestehen und arbeitet anlässlich dessen wohl an einem neuen Album.

Vor allem die Mädchenherzen erweichen konnten die schwedischen Rocker von Mando Diao, bekannt durch ihren Hit "Dance with somebody". Den musikalisch starken Start am Freitag rundeten Headliner Casper ("So perfekt") und Fritz Kalkbrenner ("Sky and Sand") ab und ließen die Southside-Fans dabei harte und sanfte Musik, schonungslos ehrlichen Indie-Rap und träumerische House-Melodik erleben. Treibende energetische Musik lieferten beide auf ihre Art, wobei Casper in den Liedern aus seinem neuen Album "Lang lebe der Tod" düsterer daherkommt als seine Fans es von ihm gewohnt sind.

Die kommenden Festivaltage werden nicht weniger intensiv. 107 Musiker und Bands sind insgesamt bestätigt. Am Samstag singen Künstler wie Clueso, OK Kid, SDP, die Orsons und Frittenbude über das Leben und seine Komplikationen und warum es sich trotzdem am Ende lohnt. Imagine Dragons haben mit "Thunder" erst kürzlich wieder einen Charthit geliefert. Die Zeit der Charts ist für die Punkrocker von Green Day schon eine Weile her. Ungebrochen ist jedoch die Eingängigkeit von Songs wie "American Idiot" oder "Boulevard of Broken Dreams".

Größtenteils rockig geht es auch am Sonntag zu. Nach Blink-182 legen die Rocker von Linkin Park los – neben Green Day die bekannteste Band beim Festival. Komplettiert wird das Programm durch Künstler wie Lorde, Kontra K, Maximo Park und dem DJ Alle Farben.

Passenger fasste am Freitagnachmittag am besten zusammen, worum es in den kommenden Tagen geht: "Let’s just be in the moment together" – ohne Ängste und mit einem offenen Blick in die Welt.

Und wer wissen will, wie das Festival-Gelände von oben aussieht: eine Übersicht gibt es im Video.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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