Simon Boch bejubelt in Linz den Sieg. Doch mit der Zeit von 2:09:25 Stunden ist der Ex-Unterkirnacher nicht ganz zufrieden. Foto: Eibner/Eisenbauer

Der frühere Unterkirnacher Simon Boch hat in WM-Norm den Marathon in Linz gewonnen. Der Wahl-Regensburger bejubelte nach 2:09:25 Stunden den Sieg. Doch für die Olympischen Spiele in Paris reicht die persönliche Bestzeit noch nicht.

„Ich bin natürlich glücklich, dass ich dieses Rennen gewinnen konnte“, freut sich Boch über den Erfolg gegen die „auch gute Konkurrenz. Darunter waren auch viele Jungs aus Kenia, die ich zum Teil aus meiner Trainingsgruppe kenne.“ So auch Evans Kiprono, der in 2:09:56 Stunden in Österreich den zweiten Platz belegte. „Mit ihm habe ich viel trainiert“, wusste der frühere Athlet des LT Unterkirnach, dass der Afrikaner im Vorfeld des Marathons „gut drauf“ war. Boch wollte eigentlich mit Evans Kiprono zusammen noch länger das Tempo bestimmen. „Doch er ist auf den letzten fünf Kilometern stark eingebrochen.“

 

Das Ziel ist Paris

Trotz des Sieges war Boch nicht ganz zufrieden. „Wir sind eigentlich auf eine 2:08,10 angelaufen. Also die Olympia-Norm für Paris. Die ersten zehn Kilometer waren aber etwas zu schnell. Da waren wir eher auf Kurs von 2:07“, haderte der Regensburger danach auch mit zu viel Gegenwind. „Ab Kilometer 27, bis so zu Kilometer 36, habe ich mich etwas schwer getan. Da musste etwas Tempo rausnehmen“, schaltete Boch dann aber wieder in der Schlussphase einen Gang hoch. „Insgesamt konnte ich für mich noch einiges lernen. Ich habe ja noch nicht so viele Marathons bestritten“, meinte der seit Dienstag 29-Jährige.

Im Schwarzwald

Nach dieser hohen Belastung freut sich Simon Boch auf eine zweiwöchige „Regenerationsphase“, die ihn auch zu den Eltern in den Schwarzwald führen wird. „Das wird sehr schön.“ Danach nimmt der 29-Jährige „wahrscheinlich“ den Berlin-Marathon am 24. September ins Visier. „Dort möchte ich noch einmal die Olympia-Norm angreifen“, will der Ex-Unterkirnacher im Sommer 2024 unbedingt die deutschen Farben in Paris vertreten.

Die Lage

In der ewigen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes liegt Boch nun auf Rang neun. Im Nominierungszeitraum für die WM (Budapest, 19. bis 27. August) waren in Amanal Petros (SCC Berlin; 2:07:02 Stunden), Filmon Abraham (LG Telis Finanz Regensburg; 2:08:21) und Haftom Welday (Hamburger Laufladen; 2:09:06) bisher drei DLV-Athleten schneller. Petros hat allerdings schon erklärt, sich über 10 000 Meter für die WM qualifizieren zu wollen. Ein Doppelstart über 10 000 Meter und im Marathon ist ausgeschlossen.