Ohne Satzverlust gewann die 16-Jährige Tschechin Brenda Fruhvirtova im Sommer die Ladies Open in Hechingen. Auch in den Folgemonaten spielte das Supertalent teilweise groß auf. Wir geben einen Überblick.
Es war das bisher größte Spiel ihrer Karriere: Gegen die an Nummer zwei gesetzte Weißrussin Aryna Sabalenka spielte Brenda Fruhvirtova in der legendäre Rod Laver Arena erstmals ein Zweitrundenmatch bei einem Grand Slam.
Niederlage gegen Favoritin
Die 16-Jährige hielt anfangs gut mit und kassierte im ersten Satz beim Stand von 3:4 das entscheidende Break. Im Anschluss zeigte Sabalenka mehr und mehr ihre Klasse und Fruhvirtova zahlt teilweise etwas Lehrgeld. Am Ende musste sie sich mit 3:6 und 2:6 geschlagen geben und wird trotzdem mit vielen positiven Erlebnissen im Kopf die Heimreise aus Melbourne antreten. Schließlich hatte sie sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt und dort die Rumänin Ana Bogdan mit 2:6, 6:4, 6:3 bezwungen.
Vor noch nicht einmal einem halben Jahr hatte die Tschechin die Ladies Open in Hechingen auf eindrucksvolle Weise gewonnen. In der gesamten Turnierwoche gab sie keinen Satz ab und machte auch im Finale beim 6:3, 6:1 gegen Ziva Falkner kurzen Prozess.
Fruhvirtova schreibt Geschichte
Mit dem Triumph in Hechingen wurde sie übrigens zur ersten Spielerin, die vor ihrem 17. Geburtstag zehn ITF-Turniere gewinnen konnte. Mittlerweile steht sie sogar bei 15 Triumphen, nachdem sie unter anderem auch Oldenzaal (Niederlande) und Guadalajara (Mexico) siegreich war.
Durch den Einzug in die 2. Runde von Melbourne wird sie nach dem Turnier erstmals unter den Top 100 der Welt gelistet sein. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Linda steht aktuell auf Rang 90. Die beiden treten auch immer wieder gemeinsam im Doppel an.
Versprechen für die Zukunft
Die starke Entwicklung von Fruhvirtova, die von Titelverteidigerin Sabalenka im Anschluss viel Lob erhalten hat, spricht gegen eine erneute Teilnahme in Hechingen. Die zahlreichen Zuschauer vom vergangenen Jahr können aber womöglich in ein paar Jahren zurück denken, eine Top-Spielerin bei ihren ersten Schritten live gesehen zu haben.