Arbeiter decken das Dach des ehemaligen Kernzeitgebäudes ab (unser Foto entstand am 3. April). Foto: Kauffmann

Am ehemaligen Gebäude der Kernzeitraben wurden im vergangenen Jahr Schäden festgestellt, die so gravierend waren, dass die Kinder umziehen mussten. Nun gehen dort augenscheinlich Arbeiten vor sich. Was dort gemacht wird.

Orangene Container, Stapler und riesige weiße Kunststofftaschen stehen neben dem ehemaligen Gebäude der Kernzeitbetreuung gegenüber des Kindergartens Humboldt. Zu sehen sind Bauarbeiter, die augenscheinlich gerade das Dach abtragen. Begonnen hatten die Bauarbeiten bereits Mitte vergangener Woche.

 

Ziel: Abbruch noch vor den Sommerferien

„Das Gebäude soll bis zur Oberkante Rohfußboden abgerissen werden“, heißt es auf Nachfrage der Redaktion dazu aus dem Rathaus. Das Leistungsverzeichnis und die Unterlagen für die Ausschreibung würden derzeit vorbereitet. Das Ziel: der Abbruch des Gebäudes noch vor den Sommerferien dieses Jahres.

Bevor der eigentliche Abbruch jedoch beginnt, wurden die Dachflächen abgebaut und entsorgt. Grund dafür waren die zahlreichen Löcher in der Dachabdeckung. Bei starkem Wind und Unwetter seien Teile davon auf den Pausenhof gefallen. Deshalb musste nun gehandelt werden.

Im Herbst 2023 wurden Schäden festgestellt

Das Dach ist es auch, an dem im September 2023 Schäden gefunden wurden. Bei einer routinemäßigen Untersuchung des Gebäudes waren Haarrisse an tragenden Teilen sowie einige Schäden am Dach entdeckt worden. Wasser war bereits durch Löcher ins Gebäude gedrungen, aber ohne sichtlichen Wasserschaden. Das Gebäude wurde nicht als einsturzgefährdet eingestuft – so die damalige Bestandsaufnahme.

Bekanntgewesen war, dass das Gebäude ein gewisses Alter habe und Renovierungen nötig seien, allerdings wollte man auf Nummer sicher gehen, bevor etwas passiert. Seither findet die Kernzeitbetreuung in einem anderen Gebäude auf dem Schulzentrum statt. Ob das Gebäude abgerissen oder renoviert wird, war im vergangenen Jahr noch nicht absehbar.

Bisher nur eine „Kompromisslösung“

Weitere Untersuchungen kamen nun ganz offensichtlich zum Ergebnis, dass es rentabler ist, das Gebäude abzureißen. Offen ist bislang die Frage, ob die Gemeinde das Gebäude neu aufbaut. Nötig wären weitere Platzkapazitäten, denn der Kernzeitraben sind inzwischen in der Kita Rappelkiste untergebracht.

Die Unterbringung dort war schon im Herbst 2023 nur als Zwischenlösung vorgesehen: „Es ist eine Koprommisslösung und keine endgültige“, hieß es im September 2023 aus dem Rathaus dazu auf Nachfrage unserer Redaktion.