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Schramberg Tierschützer contra Hausbewohner

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Der Tierschutzverein hätte den Paradieshof gern als Katzenauffangstation genutzt, muss allerdings vorher die Hausbewohner von einem Umzug überzeugen. Foto: Wegner

Schramberg-Sulgen - "Es wäre uns auch lieber gewesen, wenn das Haus unbewohnt wäre", sagt der stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Schramberg, Claudio di Simio, zum neuen Domizil am Paradieshof. Dort sind die Mieter entsetzt, dass sie ihre Bleibe verlieren.

"Wir wollen das Haus schon insgesamt nutzen, allerdings hängt der erforderliche Umbau auch von den Finanzmitteln ab", sagt di Simio. "Wir sind derzeit noch ganz am Anfang". Noch besser als dieses Objekt hätte dem Verein ein Haus in "absoluter Alleinlage" zugesagt – doch so etwas gebe es einfach nicht und schon gar nicht zu einem Preis, den sich der Tierschutzverein leisten könne.

Nach dem Notartermin hatte der Tierschutzverein den Mietern, einer Familie mit zwei kleinen Kindern, den Erwerb mitgeteilt. Eine Kündigung gibt es bislang nicht, da der Verein die dafür erforderlichen Schritte noch nicht einleiten konnte. Klar ist, dass die Frist bis zum Auszug mindestens ein halbes Jahr beträgt, da die Familie schon seit sieben Jahre in dem alten Bauernhof lebt. Sollte sich die Familie nachweislich bemühen, ein neues Zuhause zu finden, dies aber nicht klappen, so würde sich diese Frist darüber hinaus verlängern, weiß Irmgard Dressel vom Mieterverein.

Natürlich sei ihr das Gebäude auch schon vor Jahren zum Kauf angeboten worden – damals sei allerdings der Kaufpreis mehr als doppelt so hoch gelegen, wie der, den jetzt der Tierschutzverein bezahlt habe, sagt die Mieterin. Auch nachdem der Preis gesunken sei, habe die Bank ihnen das Haus nochmals angeboten, sagt die Mieterin, Brigitte Hannuschka, – allerdings jetzt für sie zu kurzfristig, so dass es mit der Finanzierung so schnell nicht geklappt habe. Zwischendurch, so gibt sie zu, seien sie sich auch gar nicht so sicher gewesen, ob sie tatsächlich auf dem Paradieshof bleiben wollten, so dass sich die Familie nicht intensiv um den Erwerb bemüht hätten.

Schon an einen Fernsehsender gewandt

Dennoch ist die Familie jetzt schockiert, da sie "unter Druck" jetzt etwas Neues finden müssen. Dies, so haben sie bereits erfahren, ist nicht so einfach. Denn mitten in der Stadt will die Familie nicht leben. "Wir hatten schon vor Jahren jedes Wochenende vor allem auch im Kinzigtal zahlreiche Objekte abgeklappert – aber für unseren Geldbeutel war nichts dabei." Erschwerend kommt hinzu, dass das ältere der beiden Kinder im Sommer in die erste Klasse kommt, und einen Wechsel im Schuljahr möchte die Familie auf jeden Fall vermeiden. Um auf ihre Sache aufmerksam zu machen, hat sich Brigitte Hannuschka auch schon an einen Fernsehsender gewandt. Wie es weitergeht ist derzeit noch offen, da der Tierschutzverein für seine Arbeit auch die Räume im Inneren benötigt.

Dringend, so di Simio, seien für die zahlreichen Katzen, die dem Tierschutzverein gebracht werden, gleich mehrere Räume erforderlich, auch um neu eintreffende Tiere einige Zeit unter Quarantäne stellen zu können. Denn nur so könne eine mögliche Ansteckung durch eine neu aufgenommene Katze mit der tödlichen Katzenseuche vermieden werden. Dass es auf der anderen Seite auch für die Familie, die im Nebenerwerb auch noch einen Kraftfahrzeugteilehandel betreibt, nicht einfach wird, ein ähnliches Objekt zu finden, ist ihm auch klar.

Erst im vergangenen Jahr hatte der Tierschutzverein selbst versucht, auf der benachbarten Aichhalder Buz ein Haus zu erwerben, war dann dort aber gescheitert. Und dass, abgesehen von den direkten Nachbarn auch nicht alle anderen Nachbarn damit glücklich seien, das wisse der Verein auch, so di Simio.

 
 

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