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Schramberg Staufermedaille für Frau "Le Bendigkeit"

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Anneliese Bendigkeit erhielt viele Glückwünsche – unter anderem von ihrer Familie. Foto: Fritsche

Schramberg - Im Rahmen einer eindrucksvollen Feierstunde in der Galerie Palette hat Oberbürgermeister Thomas Herzog die Staufermedaille an Anneliese Bendigkeit übergeben.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte Anneliese Bendigkeit diese selten vergebene Auszeichnung für ihre Verdienste um das Gemeinwohl im Rahmen ihres ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagements verliehen.

Die Galerie Palette im Gewerbepark H.A.U. lieferte den farbenfrohen und fröhlichen Rahmen für die Feierstunde, "in der guten Stube unserer Hauptperson", wie Oberbürgermeister Herzog seine Laudatio eröffnete.

Mehr als 80 Gäste waren gekommen, darunter viele von Bendigkeit in der Palette betreute Künstler, Stadträte, Rathausmitarbeiter und Bürger. Auch Anton Gluitu vom Vorstand des Landesverbands Kindertagespflege und selbst Film-Produzent Alexander Frank waren aus Berlin zur Ehrung gekommen.

Nach wie vor wirble "Le Bendigkeit", so ihr Spitzname, durch Schramberg - und zwar nicht nur durch ihr geliebtes Krankenhaus, in dem sie 1961 mit 18 als frisch ausgebildete Krankenschwester anfing und 40 Jahre lang arbeitete: "Sie packt immer dort mit an, wo sie gerade gebraucht wird."

In vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv

Sie sei in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv gewesen, in zweien davon besonders: Bei der Gründung, Betreuung und Entwicklung der "Künstlergruppe Palette" und gleichermaßen bei der Gründung und Aufbau des "Tagesmütter- und Elternvereins des Landkreises Rottweil", der zur "verlässlichen Stütze des Kinderbetreuungsangebots im Landkreis" wurde.

Darüber hinaus war sie neben ihrer Mitgliedschaft in der CDU, der Frauenunion, im Frauenbeirat, der Ausstellungskommission und dem VHS-Beirat als Schöffin beim Landgericht, Vorstandsmitglied bei Donum Vitae, im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Rottweil auch noch 15 Jahre als Stadträtin in der Kommunalpolitik sehr aktiv.

2002 habe sie den "Sächsischen Fluthelferorden" erhalten, auch im Balkankonflikt habe sie sich als Katastrophenhelferin eingebracht. "Wir alle wissen, dass Anneliese Bendigkeit keine Ruhe kennt und wie Hans Dampf in allen Gassen unterwegs ist, sei es in Schramberg, der Partnerstadt Lachen, an der Fasnet oder anderswo", erklärte Herzog.

"So viel Lob, was soll ich da jetzt noch sagen?", begann Bendigkeit ihre gleichermaßen lockere wie bewegende Dankesrede. Sie dankte nicht nur Oberbürgermeister Herzog für seine Unterstützung der Tagesmutterausbildung, sondern auch Sozialdezernent Bernd Hamann vom Landratsamt: "Er hat nicht nur das Geld dafür, sondern auch das Herz auf dem rechten Fleck." Besonders in ihren Dank schloss sie ihr Tagesmütter-Vereinsteam ein, aber auch Peter Renz, der immer wieder geholfen habe, genauso wie Hilmar Bühler. Ohne ihre Familie und ihren Mann hätte sie sowieso vieles nicht leisten können: "Die mussten viel mitmachen, viel schlucken." Auch Susanne Gwosch und "Berthold Kammerer a.D." von der Stadtverwaltung seien immer bereitwillige Ansprechpartner gewesen.

"Wo Hilfe nötig ist, muss ich handeln."

Zu den Motiven ihres ehrenamtlichen Engagements erklärte sie: "Ja, wo rennt sie jetzt schon wieder hin?", hätten die Schramberger immer gedacht, wenn sie in der Stadt unterwegs war. "Aber was ich machte, das kam und kommt immer vom Herzen. Wo Hilfe nötig ist, muss ich handeln. Und wenn ich einmal Hilfe brauchen werde, hoffe ich auch, dass ich sie bekomme", sagte sie und blickte lange auf die vielen Gäste.

Dann überraschte sie Oberbürgermeister Herzog und überreichte ihm ein Geschenk: ein abstraktes Gemälde (vielleicht für sein neues Büro?). Und seiner Frau Anne überreichte sie ebenfalls ein Bild, "einen Strauß, der nie verwelkt", ein Stillleben. "Aber jetzt machen wir uns einen schönen Abend", schloss Bendigkeit in ihrer resoluten Art.

Musikalisch gestaltete die Feierstunde das Duo Steffi Flaig und Matthias Jakob. Als letztes Stück und besondere Zugabe für Anneliese Bendigkeit interpretierten sie den Song "What a wonderful world" von Louis Armstrong in einer eigenen Version, tiefsinnig, nachdenklich und berührend, passend zu Anneliese Bendigkeit und ihrem von Herzog beschriebenen beruflichen Leben. Viele hatten bei diesem Lied eine Träne im Augenwinkel.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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