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Schramberg Schramberg ist im Vergleich sehr sicher

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Symbolfoto: Stein Foto: Schwarzwälder Bote

Polizeirevierleiter Jürgen Lederer hat am Freitag die Kriminalstatistik des Jahres 2019 für die Stadt Schramberg vorgestellt.

Schramberg. "Sie sind die Oberbürgermeisterin der sichersten Großen Kreisstadt des Landes", freute sich Jürgen Lederer am Freitag, als er im Polizeirevier Schramberg das statistische Zahlenwerk für 2019 vorstellte. Bei der wichtigen Kennzahl Häufigkeitsziffer (Anzahl der Straftaten je 100 000 Einwohner) habe Schramberg mit 2681 erneut den niedrigsten Wert seit Jahren erreicht: 2018 war er überhaupt erstmals unter 3000 gelegen (zum Vergleich: Baden-Württemberg: 5184; Kreis Rottweil: 3028). "Die Wahrscheinlichkeit, dass man als Unbeteiligter Opfer eines Delikts wird, ist sehr gering", betonte der Revierleiter. Ordnungswidrigkeiten werden in der Statistik nicht aufgeführt.

Die seit Jahren guten Ergebnisse führt Lederer unter anderem auf ein Zwei-Säulen-Prinzip zurück, dass die Polizei in Schramberg umsetzt. Ein Teil ist unter dem Schlagwort "Fahndung nach Straftätern" das Prüfen sämtlicher Verkehrsteilnehmer an verschiedenen Kontrollstellen – zusätzlich zur generellen Streifentätigkeit. "Es hilft, wenn potenzielle Straftäter wissen, dass die Wahrscheinlichkeit im Raum Schramberg groß ist, kontrolliert zu werden", wies Lederer auf die präventive Wirkung solcher Maßnahmen hin. Dieser Aspekt spielt auch bei der zweiten Säule "Bürgernähe" eine Rolle – den regelmäßigen Fußstreifen in der Innenstadt. "Was wir letztlich nicht detailliert erfassen können ist, wie viele Straftaten dadurch verhindert werden", so Lederer.

Bei der Aufklärungsquote steht nach dem "Hammerwert" (2018 waren es 74,6 Prozent) nun mit 58,3 Prozent ein für die Schramberger Polizei eher geringer Wert in der 2019er-Statistik, mit dem man aber immer noch im Landestrend liege. Auch hinsichtlich der Diebstähle musste im Vergleich zu 2018 (mit 124 Fällen der niedrigste Wert seit Jahren) ein kleiner Rückschritt vermeldet werden (176 Fälle) – der jedoch immer noch unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre liegt (210 Diebstähle pro Jahr).

Erfreulicher war da schon die Zahl der Rohheitsdelikte (Raub oder Körperverletzung), die mit 95 erstmals unter der 100er-Marke liegt oder jene in der Kategorie "Rauschgiftkriminalität" (42 Fälle, 2018 waren es 48).

"Das tut mir weh", sagte Lederer hingegen zur Zahl der Wohnungseinbrüche (neun im Vergleich zu zwei in 2018). Hier wolle er mit mehr zivilen Fahndungsstreifen in Wohngebieten reagieren. Sein Ratschlag, vor allem für das "dunkle" Halbjahr: Ein Haus darf nie unbewohnt aussehen – lieber eine Zeitschaltuhr installieren oder das Licht einfach brennen lassen.

Generell, schloss Lederer, sei eine Zunahme der Unter-21-Jährigen unter den Tatverdächtigen zu beobachten – allein in diesem Bereich würden im Schramberger Revier zwei Sachbearbeiter eingesetzt. Zudem seien – da müsse man nun mal auch die Fakten nennen – ausländische Tatverdächtige (113 im Vergleich zu 173 Deutschen) im Vergleich zum Anteil in der Bevölkerung überproportional beteiligt.

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr freute sich, dass der "letzte Platz" als sicherste Stadt unter vergleichbaren Kommunen gehalten werden konnte. Die guten Zahlen zeigten, dass die gute Arbeit wirke, die im Polizeirevier geleistet werde. Sie betonte wie auch der Polizeirevierleiter die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und begrüßte mit Lederer offiziell Harry Hurtz (siehe Infokasten), der zu diesem Anlass ebenfalls offiziell vorgestellt wurde.

Der 57-jährige Harry Hurtz begann bei der Polizei im Jahr 1980 in Hechingen. Er war in Stuttgart und Schramberg im mittleren Dienst tätig, studierte und stieg in den gehobenen Dienst auf. In verschiedenen Positionen war er später nochmals in Stuttgart oder als Dienstgruppenleiter in Schramberg tätig, jedoch auch in Oberndorf, Villingen-Schwenningen und bei der Autobahnpolizei. Zuletzt war Hurtz seit 2014 in der Einstellungsberatung beziehungsweise Nachwuchswerbung in Rottweil tätig. Seit dem 1. Mai bekleidet er nun in Schramberg das Amt des Leiters der Führungsgruppe. Damit sind er und sein Team für das Bereitstellen der Infrastruktur zuständig, so beispielsweise auch dem Fuhrpark – "dass die Kollegen alles zur Verfügung haben, was sie für die tägliche Arbeit brauchen". Zudem ist er Stellvertreter des Revierleiters. "Bei einer solchen Schlüsselposition ist Kontinuität wichtig", hoffte Revierleiter Jürgen Lederer auf einen langen Verbleib des neuen Kollegen. Harry Hurtz lebt in Mariazell, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

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