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Schramberg Praktikum ist oft der erste Schritt

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"Arbeit. So klappt’s" – dieses Thema lockt viele Gäste nach Heiligenbronn. Foto: Schwarzwälder Bote

So unterschiedlich die Menschen und ihre Handicaps sind, so unterschiedlich können auch die Wege von der Beschäftigung in einer Behinderteneinrichtung in den ersten Arbeitsmarkt sein.

Schramberg-Heiligenbronn. "Es gibt nichts, was es nicht gibt", stellte dann auch Gernot Pfau, Bereichsleiter Arbeit, Bildung und Soziales der Behindertenhilfe bei der Stiftung St. Franziskus, bei der Veranstaltung "Arbeit. So klappt’s" im Elisabetha-Glöckler-Saal fest.

Die Aktionsgemeinschaft GIEB (Gestalten, Informieren, Erleben, Beteiligen) im Landkreis Rottweil brachte am Donnerstagabend Menschen mit Behinderungen, Unternehmer, Vertreter aus Kommunen, Schulen und Einrichtungen sowie des Landkreises zusammen und informierte aus verschiedensten Blickwinkeln, wie Menschen mit Behinderung ihre Leistungsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt einbringen können.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand der Stiftung, Hubert Bernhard, beleuchteten sechs Experten die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, teils an handfesten Beispielen.

Die rund 70 Gäste wurden dort abgeholt, wo alles beginnt: in den Werkstätten. Gernot Pfau gab in seinem Impuls-Vortrag einen Überblick über berufsbildende Leistungen, Neuaufnahmen aufgrund von Reha-Fällen, gesetzliche Grundlagen und Zertifizierungen sowie die zentralen Aufgaben der Werkstätten, von denen es in Baden-Württemberg rund 95 mit circa 30 000 Menschen mit Behinderungen gibt.

Die Schulleiterin der Gustav-Werner-Schule Rottweil, Susanne Wagner, berichtete vom Werdegang eines Schulabgängers, stellte seine schulischen Leistungen vor und wie die passende Tätigkeit für ihn gefunden werden konnte. Es wurde klar: Für Menschen mit Handicaps sind Praktika wichtig. Dies verdeutlichte sie auch an Auszügen aus Praktikumsberichten und -bescheinigungen.

Auf diesen Punkt machte auch Anita Steinhart vom Integrationsdienst Schwarzwald-Baar-Heuberg aufmerksam: Um zu testen, ob die Menschen mit Behinderungen und die Unternehmen zusammenpassen, seien Praktika unverzichtbar. Sie machte den anwesenden Firmenchefs Mut, sich auf diese Herausforderung einzulassen.

Einer, der den Schritt bereits erfolgreich getan hat, ist Thomas Brugger von der Firma Brugger Magnetsysteme in Hardt. Bei ihm arbeitet die gehörlose Annerose Lock. Auch sie kam über ein Praktikum zu ihrer Festanstellung. Der Werdegang der 57-Jährigen sei ein Erfolgsmodell.

Über die konkreten Herausforderungen und Berührungsängste durch die sprachliche Barriere berichtete Wolfgang Laufer, der Leiter der Presserei und Stanzerei und erster Ansprechpartner für die Mitarbeiterin mit Behinderung bei "Brugger". Weitere Impulse kamen von Tobias Villringer, Teamleiter bei der Agentur für Arbeit, und Martina Furtwängler, Geschäftsbereichsleiterin bei der IHK. Sie informierte unter anderem über die Fachpraktiker-Ausbildung.

In der Talkrunde, dem zweiten Part des Abends, stellten sich die Protagonisten des Abends den Fragen der Gäste und der Moderatorin. Dabei erläuterte auch Heilerziehungspfleger und Job-Coach Andreas Kunz, wie er seine Schützlinge auf der Suche nach "Nischenarbeitsplätzen" unterstützt.

 
 

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Karin Zeger

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