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Schramberg Mehrsitz kommt aus Waldmössingen

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Tausende Stimmzettel für die Europa-, Kreistags, Gemeinderats. und Ortschaftsratswahl gab es auszuzählen. Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder Bote

Nach der Wahl ist vor der Wahl – und so fragen sich manche Schramberger, wie denn überhaupt die Sitzverteilung des Gemeinderats zu Stande gekommen ist und warum 27 Kandidaten in das Gremium einziehen und nicht nur 25.

Schramberg. 25 Kandidaten und 25 Stimmen waren in Schramberg insgesamt zu vergeben, hatte Abteilungsleiterin Cornelia Penning in der Sitzung des Gemeindewahlausschusses den Mitgliedern nochmals verdeutlicht. Diese 25 Sitze wären eigentlich auch vorgesehen – wenn es nicht die unechte Teilortswahl gäbe, die dafür sorgt, dass es zu Mehr- und in dieser Folge zu Ausgleichssitzen kommen kann.

Betrachtet werden nämlich, so heißt es aus dem Wahlamt, die Wohnbezirke Schramberg, Tennenbronn und Waldmössingen jeweils einzeln. In jedem für sich werden nach dem Höchstzahlverfahren die Gewählten ermittelt: 19 für Schramberg, vier für Tennenbronn und zwei für Waldmössingen.

Und bei der Wahl am Sonntag kam es, wie immer wieder in den Jahren zuvor, zu einer Besonderheit. In Waldmössingen holte Jürgen Moosmann von der Freien Liste mit 1800 Stimmen den zweiten Sitz nach Jürgen Kaupp (CDU). Zudem erreichte die Freie Liste in Schramberg vier Sitze und einen in Tennenbronn – und damit insgesamt sechs. Nach der Berechnung aller Stimmen in der Gesamtstadt hätte die Freie Liste aber nur fünf Sitze erhalten dürfen. Doch die im jeweiligen Bezirk Gewählten ziehen auf jeden Fall ins Gremium ein, lösen aber einen Verhältnisausgleich und so genannte Ausgleichssitze aus. Dieser Mechanismus beschert der ÖDP einen dritten Sitz, weil diese nach den Berechnungen über die Höchstzahlteilung einen Quotient hat, der höher ist als der des sechsten und garantierten Sitzes der Freien Liste.

Die Aktiven Bürger erhalten allein aufgrund ihres Ergebnisses im Wohnbezirk Schramberg zwei Sitze. Durch ihre zusätzlichen 1105 Stimmen für Rainer Jörg in Tennenbronn, dessen Ergebnis zwar nicht für einen direkten Sitz im Wohnbezirk ausreicht, aber ins Gesamtergebnis einfließt, gibt es auch für sie einen Ausgleichssitz. Dieser löst allerdings keine weitere Veränderung aus, weil der Quotient aus der Gesamtstimmenzahl ausreicht, um damit genau den 25. Sitz zu belegen.

Wäre ohne die unechte Teilortswahl gewählt worden, so bestätigt das Wahlamt, hätten die Aktiven Bürger mit dreien gleich viele Sitze wie mit ihr erhalten. Freie Wähler und ÖDP hätten indes jeweils einen weniger. Allerdings, so schränkt der frühere Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit der Stadt, Peter Weisser, auf Nachfrage ein, könne aus dieser Berechnung kein Schluss gezogen werden, ob es zu gleichen Wahlergebnissen gekommen wäre, weil die Bürger ihre Stimmen anders hätten kombinieren können.

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