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Schömberg-Langenbrand Windrad wird nach Brand doch nicht repariert

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Seit Februar steht die Windkraftanlage auf der Langenbrander Höhe in Schömberg still. Die Foto: Krokauer Foto: Schwarzwälder Bote

Nach einem Schwelbrand in der Gondel steht die Windkraftanlage auf der Langenbrander Höhe seit Februar still. Sie wird nicht mehr repariert. Die Gründe lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Schömberg-Langenbrand - Der für die Anlage zuständige Service stellte im April einen Schwelbrand in der Gondel fest, teilte Roland Helber vor einiger Zeit auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten mit. Jetzt steht fest, dass das Windrad nicht mehr repariert wird, wie Helber jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte. Er ist Sprecher im Beirat des Betreibers, der Prowind Energieanlagen GmbH und Co. KG. Außerdem ist er Gesellschafter von Prowind.

Dabei hatte der Betreiber vielleicht noch Glück im Unglück. Eine platzende Sprühreinigungsflasche habe möglicherweise den Brand gestoppt, zitierte Helber aus dem seinerzeit angefertigten Gutachten. Wegen des fehlenden Sauerstoffs sei das Feuer erstickt. "Die Gondel ist dicht", versicherte Helber schon vor einiger Zeit.

Den Rotor will niemand

Nach Helbers Worten rechne sich eine Inbetriebnahme der Windkraftanlage nicht mehr. Der Pachtvertrag mit der Gemeinde Schömberg laufe 25 Jahre und ende damit 2023. In der verbleibenden Zeit würden die Kosten für eine Reparatur nicht mehr hereingespielt. Helber rechnete vor, dass Prowind mit der Anlage im Jahre 2018 noch 32.000 Euro eingenommen habe. 2019 seien es 17.000 Euro gewesen.

Den Rotor wolle niemand mehr, räumte Helber ein. "Heutige Rotoren sind doppelt so groß", sagte der Sprecher im Beirat von Prowind.

Die BayWa will im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe auf der Gemarkung der beiden Kommunen Neuenbürg und Schömberg einen Windpark mit fünf Anlagen errichten. Im Zuge des Baus dieses Windparks sollte das alte Windrad von Prowind angebaut werden. Allerdings ist noch unklar, wann die BayWa bauen darf, da zum Beispiel die Gemeinde Schömberg noch ihren Teilflächennutzungsplanes Windkraft verabschieden muss. Das für die Genehmigung zuständige Landratsamt des Enzkreises hat eine Entscheidung über den Windpark der BayWa schon zwei Mal verschoben. Nach Helbers Worten will Prowind mit der BayWa über den Abriss des alten Windrades neu verhandeln.

Helber räumte ein, dass es unerfreulich sei, wenn sich das Windrad nicht mehr drehe. Aber es belästige auch niemanden mehr. Er machte deutlich, dass von der stillgelegten Windkraftanlage keine Gefahr ausgehe. Weil sie nicht mehr in Betrieb sei, müsse sie auch nicht mehr gewartet werden.

Stilllegung der Anlage ordnungsgemäß

Das bestätigte auch Anja Reinhardt, Pressesprecherin des Landratsamtes Calw, am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung. Der zuständige Gutachter habe festgestellt, dass die Stilllegung der Anlage ordnungsgemäß erfolgt sei, schrieb sie per E-Mail. "Da mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht sichergestellt ist, dass keine Gefährdung von der Anlage ausgeht, wird von unserer Seite in 2020 keine Wartung mehr gefordert", teilte sie mit.

Am Dienstag war in Schömberg zunächst eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates "im digitalen Verfahren" angesetzt gewesen. Dabei sollte es unter anderem um die Offenlage des Teilflächennutzungsplanes Windkraft gehen. Allerdings hat das Rathaus die Sitzung nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht im Landratsamt wieder abgesagt, weil die Bekanntmachung "missverständlich" formuliert gewesen sei. Die Sitzung wird im nächsten Jahr nachgeholt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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