Sprayer toben sich in Schwenningen aus. (Symbolfoto) Foto: © Paolese – stock.adobe.com

Es ist ein Ärgernis, wenn Hauswände oder andere Flächen mit Parolen, Schriftzügen oder sogenannten "Tags" besprüht werden. Beim Rundgang durch die Schwenninger Innenstadt fällt auf, dass hier vermutlich vor allem ein Sprayer momentan sein Unwesen treibt.

VS-Schwenningen - Während ganz Villingen-Schwenningen und Umgebung in diesen Wochen über die Hingucker verschiedener Graffiti-Künstler auf dem ehemaligen Saba-Gelände oder in der Innenstadt von Villingen spricht und schwärmt, haben es die Schwenninger vielmehr mit ärgerlichen Schmierereien zu tun. Denn die halbe Innenstadt ist mit simplen Schriftzügen besprüht.

Es ist ein Wort, das im Bereich zwischen der Dauchinger Straße und dem Muslenplatz immer wieder an Hauswänden, Verkehrsschildern oder anderen Oberflächen zu lesen ist: "York". Welche "tiefsinnige" Bedeutung der Begriff hat, der in erster Linie den Name einer Stadt im Norden Englands ist, und im Weiteren mit dem einen oder anderen Musiker in Verbindung gebracht werden könnte, lässt sich kaum recherchieren. Fakt ist, dass der Schriftzug sowohl farblich, als auch in der Art und Weise seiner Gestaltung Ähnlichkeiten aufweist. Dies wiederum ließe auf einen Täter schließen, der sich auf einem Streifzug durch die Innenstadt befand.

Längst nicht der erste Vorfall

Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass Unbekannte mit Spraydosen bewaffnet durch die Stadt ziehen und ihre Botschaften hinterlassen. Zuletzt berichtete der Schwarzwälder Bote im September 2018 über einen ähnlichen Fall. Damals tauchte das Wort "Hebrha" ebenfalls an unzähligen Stellen im gesamten Stadtgebiet auf. Die Verbindung zu einem Rapper aus Villingen-Schwenningen, der sich so nennt, lieferte zwar nicht die Täter, aber zumindest die Begriffserklärung.

Und genau das ist in vielen Fällen das Problem mit dieser Art von Schmierereien: Die Täter lassen sich selten ausfindig machen, geschweige denn auf frischer Tat erwischen. So bleiben entweder die Stadt im öffentlichen Raum oder aber private Eigentümer bei Hauswänden auf den Reinigungs- oder Malerkosten sitzen.

Das war auch im November 2018 der Fall, als die Wand am oberen Eingang des ehemaligen "’s Rössle" mit dem Schriftzug "Wohnraum für alle statt Profit für einzelne!" besprüht war. Nachdem die Wand nun lange Zeit frisch gestrichen und frei von Graffiti war, finden sich auch dort wieder Aufschriften mit den Worten "Maze" und "Laze". Ein Zusammenhang zu dem orangenen "York"-Schriftzug lässt sich aufgrund des Spray-Stils allerdings nicht vermuten.

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