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Schiltach Wie früher: Tanne mit der Axt gefällt

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Anstrengende Arbeit: Die Flößer schlagen im Takt mit klingen eine Kerbe in den Baum. Foto: Schwarzwälder Bote

Leichte und einfache Aufgaben stellen sich die Schiltacher Flößer nicht: Mit der Axt wollten sie wie ihre Vorfahren eine 40 Meter hohe Schwarzwaldtanne fällen.

Schiltach. Mit Revierleiter Holger Wöhrle hatte Hartmut Brückner eine Tanne weit oben im Stadtwald am Kirchberg in Schiltach zum Fällen durch das Flößerteam ausgesucht.

Für die Südwest3-Sendung "Sagenhaftes Land", die Einblicke in die Tradition der Flößerei gibt, sollte eine Tanne im Plenterwald gefällt werden, wie das von Waldarbeitern vor 100 Jahren gemacht wurde. Der ausgesuchte Baum war damals schon etwa 20 Jahre alt, war inzwischen kerzengerade auf geschätzte 40 Meter Höhe gewachsen und hatte einen Durchmesser von etwa 80 Zentimetern.

Sechs Flößer in weißen Hemden und schwarzen Hosen wollten in gemeinsamer Arbeit die Tanne zu Fall bringen. Hartmut Brückner erklärte dem Filmteam, wie der Baum von den sechs Männern in traditioneller Handarbeit gefällt werde und dabei auch in die vorgesehene Richtung fallen werde.

Dazu begann er mit seiner Fällaxt mit schlanker und scharfer Klinge eine Kerbe in den Stamm zu schlagen. Auf der gegenüberliegenden Seite der gewünschten Fallrichtung flogen schnell die hellen Holzkeile auf den Waldboden. Schon bald konnten zwei Flößer im schnellen Takt die Kerbe gemeinsam vergrößern und dann hieben auch auf der Gegenseite zwei Flößer die Fällkerbe in den Stamm. Immer wieder gab es schnelle Wechsel im Team, denn die schwere Arbeit musste gut im Takt ablaufen.

Dann begann die Feinarbeit mit dem Holzkeil, der genau in die hintere Kerbe eingepasst und mit Klammern fest abgesichert wurde. Zwischen den beiden Kerben stand noch wie ein Scharnier ein Streifen Kernholz. Über den Holzkeil wurden noch vorsichtig drei Fällkeile eingeschlagen, um den Stamm "aus der Pfanne zu hauen".

Ein Knistern und Knacken warnte die Holzfäller, dass "der Baum fällt" und ein schneller Rückzug aus der Gefahrenzone angesagt war. Und genau in die vorgesehene Schneise krachte der schwere Stamm auf den Waldboden. Das war schon echte Maßarbeit, über die sich Holzhauer, Filmteam und Zuschauer freuen konnten.

Wie früher machten sich die Holzhauer dran, mit Schäleisen die Rinde abzuschälen und den Stamm mit Äxten zu entasten und die Schnittkante zu schnetzen. So wird der Stamm abgerundet, damit er leichter über den Waldboden zu schleifen ist; früher wäre er dann über ein Ries ins Tal gepoltert.

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