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Schiltach Kantorin verlässt Kirchengemeinde

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Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde, des Posaunenchors sowie der Interessengemeinschaft Orgel und Kirchenmusik verabschieden Anna Myasoedova (vorne). Fotos: Kirchengemeinde Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Abschied der etwas anderen Art: Anna Myasoedova ist im Gottesdienst am Sonntag als Kantorin verabschiedet worden – allerdings vor laufender Kamera statt vor einem voll besetzten Gotteshaus.

Schiltach/Schenkenzell. "Abschiede wollen gestaltet werden. Auch in Zeiten von Corona", begründet die evangelische Kirchengemeinde Schiltach/Schenkenzell.

Karola Feger, Obfrau des Posaunenchors, und Martin Schillinger für die Interessengemeinschaft Orgel und Kirchenmusik dankten Myasoedova für die vergangenen dreieinhalb Jahre. Pfarrerin Marlene Schwöbel-Hug sprach ihr Gottes Segen zu.

"Es war eine herzliche Verabschiedung, auch ohne Händeschütteln und mit ›berührungsloser‹ Geschenkübergabe", teilen die Veranwortlichen mit. Die guten Wünsche sollen Anna Myasoedova nach Mörfelden begleiten, wo sie zum 1. Mai ihren Dienst als Kantorin der Kirchengemeinde Mörfelden-Walldorf und des Dekanats Rüsselsheim nahe Frankfurt/Main antritt.

In der Videoaufzeichnung des Gottesdiensts wendet sich Myasoedova abschließend mit einigen Worten persönlich an die Gemeinde. "Eigentlich sollte heute der Sonntag sein, an dem ich mich von Ihnen und Euch hätte verabschieden können. Ein schöner und festlicher, musikalisch erlesener Gottesdienst war geplant, auf den ich mich ganz arg gefreut hatte", erklärt sie. Es komme aber doch manchmal anders als geplant. Sie werde "jetzt quasi verschwinden, ohne dass ich mich persönlich verabschiedet habe. Dies ist eine Tatsache, die mir wirklich sehr weh tut und die ich bis heute nicht ganz realisieren kann", bedauert Myasoedova.

Die Kantorin wolle sich nun wenigstens die Möglichkeit nutzen, sich zum Abschied schriftlich den Gemeindemitgliedern zu wenden: "Ich bedanke mich für die dreieinhalb Jahre, die ich mit Ihnen erleben durfte", meint sie und führt unter anderem die Rückmeldungen nach den Gottesdiensten, Konzerten und Proben sowie die "besondere, besinnliche Atmosphäre in den Gottesdiensten" auf. "Ich sage Danke für jede einzelne Hilfe, jedes Wort, jede Rückmeldung, jedes Gespräch, jede Probe, jede einzelne Begegnung."

Über ihre neue Stelle sagt sie: "Dort erwarten mich eine Kantorei, ein Gospelchor, ein Bläserchor, ein Auswahlbläserensemble und ein Projekt­orchester. Neue Aufgaben, auf die ich mich wirklich freue und auf die ich sehr gespannt bin."

Morgen, Mittwoch, 29. April, wird Myasoedova ihren Umzug nach Rüsselsheim abschließen. Bis ihre Stelle neu besetzt werden kann, ist die Kirchenmusik in der evangelischen Kirchengemeinde weiter gesichert. Pfarramtssekretärin Katrin Ringwald teilte auf Anfrage mit, dass der Posaunenchor weiter spielen wird und auch die Altkantorin Rita Heintz an Sonntagen einspringt, ebenfalls weitere ehrenamtliche Orgelspieler.

Und bis Pfingsten werde dann geklärt, wie die Ausbildung der Jungbläser des Posaunenchors weiterläuft, so Ringwald.

Anna Myasoedova stammt aus Moskau, wo sie an der Ippolitov-Ivanov-Universität Musiktheorie- und Musikwissenschaft mit den Nebenfächern Klavier und Chorleitung abschloss.

2009 kam sie nach Deutschland, um im ostwestfälischen Herford an der Hochschule für Kirchenmusik ein einjähriges Gaststudium zu absolvieren. Sie legte 2014 das Bachelor- und 2016 das Master-Examen ab. Parallel zum Studium war sie in Herford-Mitte und in Petri als Organistin und Chorleiterin tätig.

Seit Oktober 2016 war sie als Regionalkantorin der "Oberen Täler" (der Kirchengemeinden Schiltach/Schenkenzell, Wolfach, Kirnbach, Hausach, Gutach und Hornberg) tätig.

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