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Schiltach Gewerbesteuer sprudelt munter Geld in die Stadtkasse

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Trotz eines heißen Sommers mit vielen Badegästen musste die Stadt Schiltach das Freibad 2018 mit 198 000 Euro bezuschussen. Archivfoto: Brüstle Foto: Schwarzwälder Bote

Schiltach. Der Jahresabschluss 2018 der Stadt Schiltach – aufgrund der Umstellung auf das kommunale Haushaltsrecht mit etwas Verzögerung vorgestellt ­– ist "wieder sehr gut ausgefallen". Davon berichtete Stadtkämmerer Herbert Seckinger im Gemeinderat. Die Zahlen sind sogar noch besser ausgefallen als geplant. Seckinger stellte den Abschluss in zwei Blöcken vor – die Ergebnis- und die Finanzrechnung.

Ergebnisrechnung

Erstere stellt sämtliche Aufwendungen und Erträge gegenüber. Im Ergebnishaushalt hatte die Verwaltung einen Überschuss von zwei Millionen Euro eingeplant, letztlich wurde dieser Ansatz mit 7,3 Millionen Euro deutlich übertroffen. Mit 73 Prozent größte Einnahmequelle der Stadt ist die Gewerbesteuer, knapp 24,8 Millionen Euro spülte sie in die Stadtkasse. Heißt gleichzeitig: Auch die Umlagen waren mit 5,3 Millionen Euro (Gewerbesteuer), 5,9 Millionen Euro (Finanzausgleich) und 5,4 Millionen Euro (Kreis) recht hoch.

Auch die Personalkosten fielen mit 2,8 Millionen Euro "bei uns relativ hoch aus", erläuterte Seckinger. Das sei auf die zahlreichen städtischen Einrichtungen wie etwa Freibad, Museen, Schule, Märkte, Veranstaltungen und Spielplätze zurückzuführen, was "einen hohen Personalaufwand erfordert".

Die Kosten für diese Einrichtungen schlüsselte Seckinger im Einzelnen auf: So wurde die Grundschule mit 476 600 Euro bezuschusst, die Museen mit 223 700 Euro. Für die Kindergärten schoss die Stadt 1,1 Millionen Euro zu, das Freibad blieb 2018 trotz "eines heißen Sommers" und steigenden Besucherzahlen ein Verlustbetrieb, den die Stadt mit 198 200 Euro unterstützte. Auch wegen weniger Bestattungen war die Unterdeckung im Bestattungswesen mit 142 900 Euro vergleichsweise "hoch", bilanzierte Seckinger. Der Posten "Kurbetrieb/Tourismus" ist mit 357 200 Euro bezuschusst worden. Mit dem Stadtwald habe 2018 noch ein geringer Überschuss von 12 300 Euro erwirtschaftet werden können –­ "2019 und 2020 kommt es aber zu einem Verlust", stellte er in Aussicht.

Finanzrechnung

Die Finanzrechnung enthält kassenwirksame Ein- und Auszahlungen – darunter etwa Investitionen – und stellt die Liquiditätslage dar. Seckinger bezifferte die Bilanzsumme auf 112 ,7 Millionen Euro.

Die Stadt investierte 2018 insgesamt 1,4 Millionen Euro in Wohn- und Geschäftsgebäude, in den Straßenbau flossen 414 200 Euro; 251 600 Euro gab die Stadt für Hochwasserschutzmaßnahmen aus.

Gerade einmal 31,54 Euro beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung in Schiltach im Kernhaushalt. Werden die Schulden des Abwasserverbands Oberes Kinzigtal und der Stadtwerke dazu addiert, summiert er sich auf 777 Euro pro Einwohner.

Die ohnehin schon hohe Liquidität der Stadt erreichte mit 58,4 Millionen Euro einen neuen Höchststand.

"Wir sind sehr abhängig von der Gewerbesteuer", sagte Seckinger angesichts der Zahlen. Damit sei auch immer ein gewisses konjunkturbedingtes Risiko verbunden. Dennoch­: "Bisher hatten wir immer Glück", so der Stadtkämmerer. Auch für das aktuelle Jahr sei die Lage noch "ganz gut". Während andere Kommunen aufgrund der Coronakrise mit einem Einbruch der Gewerbesteuer von mehr als 50 Prozent zu kämpfen hätten, "sieht es bei uns noch glimpflich aus". Weil sich die Situation aber jederzeit wieder ändern könne, müsse man "dieses Risiko immer im Auge behalten", mahnte er trotz einer äußerst positiven Bilanz.

Einstimmig segnete der Gemeinderat den Jahresabschluss für 2018 ab.

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