Mit Schnauzbart kaum wiederzuerkennen: Moritz Führmann (rechts) bei den Dreharbeiten auf dem Freudenstädter Marktplatz. Foto: Beyer

Wieder ist ein TV-Team für das ZDF in Freudenstadt, um eine neue Folge des Schwarzwald-Krimis zu drehen. Mit ein wenig Glück konnten die Freudenstädter einen Blick erhaschen auf Max von Thun und Moritz Führmann.

Wo wird gerade der Schwarzwald-Krimi gedreht? Diese Frage trieb am Donnerstag und Freitag nicht nur die Freudenstädter Internetgemeinde um, sondern auch unsere Redaktion. Denn dass in Freudenstadt derzeit eine neue Folge der ZDF-Krimireihe mit Jessica Schwarz und Max von Thun produziert wird, ist ein offenes Geheimnis.

 

Doch wo genau die Dreharbeiten stattfinden, weiß vorab niemand, nicht einmal die Presse. Offenbar will das Filmteam verhindern, dass Massen an Schaulustigen die Dreharbeiten stören.

Doch ganz geheimhalten lässt sich so ein Filmdreh nicht. Schon bevor die ersten Crewmitglieder anrückten, wurden in der Nähe des Rathauses bereits Parkverbotsschilder mit Verweis auf die geplanten Dreharbeiten aufgestellt.

Wohnwagen für die Stars

Auf dem sogenannten Kasernenplatz direkt neben dem Rathaus bezogen die Filmleute ihr Lager. Stoßstange an Stoßstange standen die Wohnwagen für die Schauspieler auf dem Platz. Daneben eine Art Imbiss-Wagen und mehrere Zelte mit Bierbänken für die Versorgung des Filmteams.

Besonders interessant dabei: Die Fahrzeuge wurden aufgestellt wie eine moderne Wagenburg, so dass alle Türen der Wohnmobile nach innen wiesen. Das sollte offenbar die Schauspieler vor neugierigen Blicken schützen.

Ein Teil der Filmcrew auf dem Weg zum nächsten Set Foto: Beyer

Doch mit etwas Glück konnten die Freudenstädter dennoch einige Blicke auf die Schauspieler und das Film-Team erhaschen. Denn unter anderem wurde direkt am Marktplatz gedreht. So stand Schauspieler Moritz Führmann eine ganze Weile neben einer schwarzen VW-Limousine vor dem Restaurant Marktwirtschaft am unteren Marktplatz.

Dann stieg er plötzlich ein und brauste los. Denn gegenüber dem Stadthaus wartete schon das Filmteam mit Kamera und Mikrofon, offenbar um Führmann beim Vorbeifahren zu filmen. Zurück vor der „Marktwirtschaft“ nahm sich Führmann einen Moment Zeit, um ein paar Worte mit den vor dem Lokal sitzenden Gästen zu wechseln. Danach eilte das Team zum nächsten Drehort.

Fotografieren verboten

Denn als nächstes waren Aufnahmen in einer Gasse direkt neben dem Rathaus an der Reihe. Diesmal stand einer der Stars der Krimi-Reihe vor der Kamera: Max von Thun. Fotografieren war hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht mehr erlaubt – auch nicht für Reporter.

Zuschauen war aber gestattet. Und so nutzen auch einige Passanten, die zufällig vorbeigekommen waren, die Gelegenheit, bei den Dreharbeiten zuzuschauen. Ein paar Anwohner hatten sogar besonders gute Sicht und konnten das Spektakel vom Fenster aus beobachten.

Direkt neben dem Rathaus hat das Team ein Lager aufgeschlagen. Foto: Beyer

Von Thun wurde gefilmt, wie er telefoniert und anschließend in ein Auto steigt und wegfährt. Die Crew konnte das ganze über einen Bildschirm, der ein paar Meter weiter aufgebaut war, verfolgen und so überprüfen, ob die Aufnahme gelungen ist. Schon nach zwei Durchgängen war die Szene im Kasten und die Filmleute zogen weiter. Wann der Krimi im Zweiten läuft, ist noch offen.