An Tagen mit gutem Wetter strömen die Badegäste nur so ins Königsfelder Solara. An wolkenverhangenen Tagen sieht es ganz anders aus: Da finden nur wenige Besucher ihren Weg in das Freibad. Foto: Micheal Kienzler

Gut 40 000 Besucher kamen in diesem Jahr ins Königsfelder Freibad Solara – doch einige sorgten für Unruhe. Wie hat sich die Situation entwickelt? Und wie fällt die Saisonbilanz im Vergleich zu den Vorjahren aus? Die Gemeindeverwaltung gibt Auskunft.

Im August knackte das Königsfelder Freibad Solara die 40 000-Besucher-Marke, zum Ende des Monats stand man schon bei knapp 41 000 Besuchern, wie Petra Christen von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Und in den Wochen bis zum Saisonende an diesem Wochenende dürften noch einige hinzugekommen sein. Am Sonntag, 17. September, ist das Solara letztmals in diesem Jahr geöffnet.

 

Ganz so viele Besucher wie im vergangenen Jahr sind allerdings nicht in das Freibad gekommen – das ist schon jetzt klar. Damals hatte man bis zum Saisonende Mitte September mehr als 55 000 Badegäste gezählt – und das, obwohl der Gemeinderat zum Start der Badesaison 2022 eine Erhöhung des Eintritts beschlossen hatte.

Etwa doppelt so viele Badegäste wie 2021

Dennoch ist das diesjährige Saisonergebnis eine Verbesserung im Vergleich zur Corona-Zeit, wie die Zahlen, die Christen von der Gemeindeverwaltung vorlegt, zeigen: Im Jahr 2021 hatten nämlich gerade einmal gut 20 000 Badegäste ihren Weg ins Solara gefunden – und damit nur rund halb so viele wie in der nun zu Ende gehenden Saison.

Für die Gemeindeverwaltung ebenfalls erfreulich: Trotz des nicht immer idealen Wetters gab es Christen zufolge keine Tage, an denen das Solara geöffnet war, aber keine Besucher empfangen konnte. „Saisonkartenbesitzer kommen in der Regel immer“, teilt Christen mit.

In Anbetracht des wechselhaften Wetters bewertet die Gemeindeverwaltung die Besucherresonanz als im Vergleich zu den Vorjahren durchschnittlich. Denn das Wetter habe in der vergangenen Saison den größten Einfluss auf die Besucherzahlen gehabt: „An heißen Sommertagen war ein besonders großer Ansturm und bei schlechtem Wetter eben weniger“, resümiert Christen. Die Anziehungspunkte des Freibads sind klar: „Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass wir einen sehr schönen Kinderbereich haben, der gerne angenommen wird“, erklärt die Gemeindemitarbeiterin. „Auch die tolle Rutsche und die Sprunganlage sind ein echtes Highlight.“

Jugendliche „waren schließlich einsichtig“

Doch es gibt auch einen Wermutstropfen in der Solara-Bilanz: Gruppen von Jugendlichen, die durch Beschimpfungen und die Provokation massiver Auseinandersetzungen für Unruhe im Freibad sorgten oder versuchten, sich durch Übersteigen des Zauns rund um das Solara den Eintritt zu erschleichen. Auch wenn es in Königsfeld nicht zu tätlichen Vorfällen kam, schätze Bürgermeister Fritz Link die Situation im Juli im Gespräch mit unserer Redaktion als recht schwerwiegend ein „Die sind kaum mehr zu bändigen“, sagte er damals. Und: „Das Personal wird da kaum noch Herr.“

Mittlerweile ist mehr als ein Monat vergangen: Wie hat sich die Situation in dieser Zeit entwickelt? Zum Guten, wie die Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung zeigt. „Die problematische Situation mit den Jugendlichen hat sich gelegt“, erklärt Christen. Auf Initiative des Schwimmmeisters hätten Gespräche „mit den betreffenden Jugendlichen“ stattgefunden. „Sie waren schließlich einsichtig“, vermeldet die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung.