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Rottweil Gefahrenstrecke wird entschärft

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Zwischen Hardt und St. Georgen im Nachbarkreis soll eine Lücke im Radwegenetz geschlossen werden. Symbol-Foto: Catkin/Pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil. Einen Lückenschluss im Radwegenetz und die Entschärfung einer Gefahrensituation will der Kreis Rottweil mit dem Neubau des Radwegs zwischen St. Georgen und Hardt erzielen. Zudem steht der Ausbau der Kreisstraße an. Nachdem eine Machbarkeitsstudie und eine Kostenkalkulation vorgestellt wurden, sollte nun der Baubeschluss im Kreistag herbeigeführt werden.

Es handelt sich dabei um eine Maßnahme des Kreises Rottweil und des Schwarzwald-Baar-Kreises, deren Baubeginn 2022 vorgesehen ist. Für den Straßenausbau (K 5531/K 5724) rechnet man mit Kosten von rund 1,8 Millionen Euro, 690 000 Euro davon für das Stück im Kreis Rottweil.

Für den Radwegebau fallen derweil rund 2,6 Millionen Euro an, etwa 915 000 Euro davon auf den Gemarkungen Tennenbronn und Hardt. Bei Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro wird der Landkreis Rottweil voraussichtlich 518 000 Euro übernehmen müssen.

Hilfslinie für den Verkehr

1,9 Millionen Förderung sind von Land beziehungsweise Bund für den Radwegbau zu erwarten. Für die Finanzierung des Eigenanteils in Höhe von 740 000 Euro sind neben den Landkreisen auch die Gemeinden St. Georgen (120 000 Euro), Königsfeld (120 000 Euro), Hardt (65 000 Euro) und die Stadt Schramberg (65 000 Euro) mit im Boot.

Im Vorfeld der Sitzung hatte sich ein Vertreter der "Aktiven Bürger Schramberg" schriftlich an Hauptamtsleiter Gerald Kramer gewandt. Derzeit seien auf der Kreisstraße zwischen Hardt und St. Georgen, die für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen bereits jetzt gesperrt sei, laut Verkehrszählung der Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg rund 2200 Fahrzeuge, davon rund 50 Lastwagen, pro Tag unterwegs. Eine Steigerung um 50 Prozent, was seiner Meinung nach in den kommenden 50 Jahren nicht auszuschließen sei, würde die Kapazität überschreiten, so die Bedenken des Bürgers. Daher erkundigte er sich nach einer Tonnagebeschränkung für die Straße.

Diese ergebe sich nicht zwangsläufig, hatte Kramer erwidert. Man sehe den Ausbauquerschnitt EKL 4 vor, der einer Verkehrsbelastung von bis zu 3000 Autos pro Tag oder einem Schwerverkehrsanteil von bis zu 150 Fahrzeugen pro Tag standhalte. Ob eine Geschwindigkeits- oder Tonnagebegrenzung nötig sei, werde bei Bedarf im Rahmen einer späteren Verkehrsschau zu entscheiden sein, so Kramer.

Im Kreistag äußerte Herbert Halder (CDU) Bedenken. Im Technischen Ausschuss habe es geheißen, ein Mittelstrich auf der schmalen Kreisstraße sei nicht vorgesehen. Deshalb wolle er diesen nun beantragen. Die Gesamtzahl der Unfälle sei überraschend. Viele Autofahrer seien auf schmalen Straßen zudem mit großer Unsicherheit unterwegs und könnten eine entsprechende Orientierungshilfe brauchen, meinte er. Von Hardt kommend sei der Strich bereits bis zur Abfahrt Tennenbronn vorhanden. Halder regte an, sich generell mit dem Thema Hilfslinie für den Verkehr zu befassen. Auto-Spurhaltesysteme seien auf intakte Linien angewiesen.

Joachim Hilser vom Straßenbauamt erklärte, dass die Straße nach dem Ausbau eine Breite von sechs Metern haben werde, vergleichbar mit der Strecke Mariazell – Hardt. Man werde entsprechende Markierungen aufbringen.

Bernd Richter von der ÖDP bat darum, den Radweg keinesfalls tiefer als auf Straßenniveau zu bauen. Anderenfalls würden Radfahrer vom Licht der Autos geblendet werden, gab er zu bedenken. Um darüber zu befinden, sei es im jetzigen Stadium zu früh, meinte Hilser dazu.

FDP-Vertreter Jörg Schaal wollte wissen, warum die Kosten für den Radwegbau so hoch seien. Der Straßenbaumitarbeiter erklärte, dass man bei der Fahrbahn-Erneuerung den vorhandenen Unterbau nutzen könne.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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