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Rottweil Freundeskreis Asyl kassiert "Nein"

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In dem ehemaligen Gasthaus am Viadukt ist inzwischen ein interkultureller Treffpunkt. (Archivfoto) Foto: Otto

Rottweil - Eine Abfuhr kassierte der Freundeskreis Asyl am Mittwochabend im Kultur-, Sozial- und Verwaltungsausschuss: Der Antrag auf Erhöhung des monatlichen städtischen Zuschusses für das interkulturelle Zentrum im "Hasen" in der Unteren Hauptstraße wurde abgelehnt. Hauptargument: Es sei nicht Aufgabe der Stadt, für den Landkreis in die Bresche zu springen. Dieser "stiehlt sich aus der Pflicht", so Oberbürgermeister Ralf Broß.

Das Kreissozialamt beteiligte sich in den Jahren 2018 und 2019 ebenso wie die Stadt mit 200 Euro monatlich an den Mietkosten für den "Hasen". Nun aber hat der Kreis seinen Zuschuss zurückgezogen, wie die Verwaltung ausführte. Zum einen finden die bislang festen Beratungszeiten des Landkreises nur noch bei Bedarf im "Hasen" statt, zum anderen befürchte der Landkreis einen Präzedenzfall, da der Freundeskreis Asyl seine Tätigkeit per Satzung auf das Stadtgebiet von Rottweil beschränkt hat. Der Kreis habe Angst vor weiteren Anträgen anderer Helfervereine. 2400 Euro pro Jahr fallen damit ab nächstem Jahr für den Freundeskreis Asyl weg. Um diesen Betrag, so der Antrag, solle die Stadt ihren Zuschuss deshalb aufstocken.

Die Verwaltung sieht zwar die Notwendigkeit, den Freundeskreis bei seiner guten ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen, weshalb der bisherige Zuschuss fortgeführt werden soll. Eine Erhöhung sei aber – auch angesichts der Haushaltslage – nicht angebracht.

Menschen "rennen Helfern im Hasen die Bude ein"

Jörg Gronmayer vom Freundeskreis konnte die Stadträte auch mit seiner ausführlichen Präsentation nicht vom Gegenteil überzeugen. Er berichtete, dass der Bedarf hoch sei und die Menschen den Helfern im Hasen "die Bude einrennen". Auf vielfältige Weise werde Beratung in allen möglichen Lebenslagen geleistet – vom Ausfüllen von Asylanträgen bis zur Begleitung bei Arztterminen. Viel Papier werde verbraucht, um die Menschen bei behördlichen Angelegenheiten zu unterstützen. Dies entlaste letztlich auch die Stadtverwaltung, weil vieles schon vor entsprechenden Terminen vorbereitet sei. Alles sei "sehr zeitaufwendig", das interkulturelle Zentrum habe jeden Nachmittag geöffnet.

Im Gremium gab es zwar viel Lob für die ehrenamtliche Arbeit, dennoch wurden konkrete Zahlen vermisst, beispielsweise wie genau sich das Angebot finanziert, welche Einnahmen und Ausgaben es gibt und wie viele Menschen seit dem Start 2017 beraten wurden.

Auch der von Arved Sassnick von SPD+FFR vorgetragene Vorschlag, zumindest befristet für die nächsten zwei Jahre in die Bresche zu springen, fand keine Zustimmung.

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