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Rottweil AfD-Politiker ist für S-Bahn nach Stuttgart

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AfD-Politiker äußert sich unter anderem zur Pegida-Bewegung. Foto: Sänze

Kreis Rottweil - Die Pegida-Bewegung hält Einzug im Südwesten: Am Montag demon­strierten etwa 100 Anhänger in Villingen. Emil Sänze, Sprecher des AfD-Kreisverbands Rottweil-Tuttlingen, war nicht dabei. Dafür äußert er beim Redaktionsbesuch allerlei Ideen für die Kreispolitik. 

Pegida vor der Haustür? Während die sächsische Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, sich zu einem Gespräch  mit den Anführern der "Pa­triotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" in Dresden trifft, distanziert sich  Emil Sänze, Sprecher des AfD-Kreisverbands Rottweil-Tuttlingen, von der Bewegung. In Dresden habe er sich persönlich ein Bild gemacht. Bei der Bewegung seien Leute dabei, denen er nicht folgen wolle, auch deren Sprache gefalle ihm nicht. Viel besser gefällt es ihm in Sulz am Neckar, wo der 64-Jährige  seit 30 Jahren lebt.

Er  habe sich  "auf Anhieb wohlgefühlt". Voriges Jahr,  mit Ende der beruflichen Laufbahn bei der BMW-Bank, ist der Betriebswirtschaftler  der "Alternative für Deutschland" beigetreten. Dabei sei er immer Wähler der FDP gewesen. Der Kreisverband zählt laut Sänze derzeit 90 Mitglieder, darunter seien nicht nur  Deutsche, sondern auch  Migranten vom Balkan und  Muslime zu finden.

Bei der Aufnahme seien sie wählerisch: "Wir wollen keine Nationalisten", Patriotismus indes sei okay. Manches Mitglied habe sein Engagement im Kreisverband wieder beenden müssen, erzählt Sänze, weil etwa ein Chef gesagt habe, er sehe dies nicht gern. Das hält der Sulzer für schlechten Stil und nur nachvollziehbar, wenn eine Partei nicht verfassungstreu sei.

Auch sonst werde die  Arbeit des Kreisverbandes behindert: Der nächste Stammtisch habe abgesagt werden müssen, weil der gastgebende Wirt bedroht worden sei. Und er legt einen  Facebook-Eintrag   vom Rottweiler Blogger Tobias Raff, einst für die Piraten, dann für die Grünen engagiert, vor. "Stoppt Tierversuche! Nehmt #AfD-Mitglieder!", hieß es da.

Dabei haben der AfD-Sprecher  und seine Mitstreiter allerlei Ideen für den Landkreis. Zumindest Emil Sänze  hat zwischen 1990 und 2014 keine Verbesserung dort beobachtet. Thema Krankenhäuser: "Krankensysteme sind für mich non-profit center", erklärt er – es sollte also kein Geld mit ihnen verdient werden.

Die erfolgte Privatisierung hält er folglich für eine "fragwürdige Entwicklung".Darüber hin­aus vermisst Sänze bei der Infrastruktur den Anschluss nach Stuttgart. Stichwort Zweigleisigkeit der Gäubahn. Damit allerdings müht sich der Interessenverband bekanntlich seit Langem ab. Dabei könnte die Lösung zumindest für den 64-Jährigen  einfach sein: Warum nicht einfach die Stuttgarter  S-Bahn bis hierher verlängern? Der Speckgürtel um München  sei schließlich auch riesig.

Vortrag zum Thema Euro- und Schuldenkrise in Sigmarswangen

"Langsam blutet dieser Kreis bevölkerungsmäßig aus", die Jugend wandere ab.  Weil ihr nach einer guten Ausbildung die beruflichen Perspektiven fehlten, meint Sänze. "Ich vermisse die gezielte Ansiedlungspolitik und einen planvollen Umgang mit Mitteln."

Ob er damit meint, viel Geld in weitere Autobahnausfahrten zu stecken? Denn die könnten seiner Meinung nach bei der Ansiedlung neuer Firmen  helfen. Statt einer Behelfsausfahrt für Lastwagen, die S 21-Schutt anliefern, beim Parkplatz Harthausen solle man doch lieber richtig Geld   in die Hand nehmen und eine echte Auffahrt machen, fordert der AfD-Sprecher. Im Kreistag, wo die meisten Entscheidungen getroffen werden,  ist seine Partei zwar nicht  vertreten. Dafür will  sich der Kreisverband nun für die  Landtagswahl 2016 aufstellen. Wenn seine Parteikollegen es wünschten, würde er kandidieren, sagt Emil Sänze – ohne einem Mitgliederbefragung vorgreifen zu wollen.

"Euro- und Staatsschuldenkrise reloaded – Warum nicht eines der Probleme gelöst ist" heißt ein Vortrag, den Jörg Meuthe, Professor für Volkswirtschaftslehre  in Kehl, am Dienstag, 27. Januar, in der Gemeindehalle Sigmarswangen hält. Beginn ist um 19 Uhr, Veranstalter der AfD-Kreisverband.

 
 

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Armin Schulz

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