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Region Bierbrauer: Leergut-Rücklauf stockt

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Foto: pixabay/Manfred Richter

Region - Steigen im Sommer die Temperaturen, wird Leergut schnell zur Mangelware. Und die Getränkeabfüller stehen vor einem handfesten Problem: So forderte die Brauerei Fiege in Bochum ihre Kunden jüngst in einem Facebook-Post auf, ihre leeren Bierkästen zurückzugeben. Auch der Deutsche Brauer-Bund berichtet, die Leergutknappheit sei in diesem Jahr "besonders ausgeprägt". Doch wie ist die Lage bei den Brauereien in der Region?

Bei Hochdorfer in Nagold kann man vom Leergutmangel ein Liedchen singen. "Der Leergutrücklauf ist das Problem", sagt Mitinhaberin Katharina Haizmann. Und zwar weniger der vom Kunden zum Getränkehandel, als vielmehr der vom Handel zur Brauerei. Der Handel setze in der heißen Jahreszeit deutlich mehr Ware um als gewöhnlich. Da, meint Haizmann, gerate der Rücktransport des Leerguts schon mal ins Stocken.

Leergutmangel hat für Hochdorfer Folgen

Für die Brauerei hat das gravierende Folgen: Für gewöhnlich wird bei Hochdorfer am Tag eine Biersorte abgefüllt. Das spart Zeit und Geld, denn bei jedem Sorten-Wechsel muss die Abfüllanlage gereinigt werden. Wechselt dann auch noch die Flaschengröße, muss die Anlage zusätzlich technisch umgerüstet werden. "Natürlich versuchen wir, die Umrüstzeiten gering zu halten. Aber gerade müssen wir Kompromisse eingehen. Wir können nicht so durchfüllen, wie wir gerne würden", meint Haizmann.

Abfüllanlage steht für einige Stunden still

Da kann es auch schon mal vorkommen, dass die Abfüllanlage für einige Stunden komplett steht. Nämlich dann, wenn ein Lkw mit Leergut bereits auf dem Weg ist und sich die Brauerei die zeitaufwendige Umrüstung der Abfüllanlage sparen will. Hochdorfer fehlen schlicht die Flaschen. "Dabei haben wir in den letzten Jahren Tausende von Kisten gekauft", erzählt Haizmann. "Manchmal wundert man sich schon, wo das ganze Leergut abbleibt."

Anders bei Alpirsbacher Klosterbräu: Dort ist die Lage - noch - entspannt. Zwar hatte auch die Schwarzwälder Familienbrauerei in der Vergangenheit schon mit Leergutknappheit zu kämpfen. Wie die kaufmännische Leiterin Katrin Glauner betont, habe man dieses Problem jedoch offensiv angegangen. "Wir haben in den letzten Jahren massiv in Leergut investiert." Außerdem sei das Sortiment so breit aufgestellt, dass die verschiedenen Flaschen in ausreichender Zahl vorhanden seien. Aktuell "können wir alle Sorten abfüllen".

Bei 0.33-Liter-Flaschen zeichnet sich Engpass ab

Allerdings zeichnet sich auch bei Alpirsbacher ein Engpass ab: "Bei den 0,33-Liter-Longneck-Flaschen könnte es in den kommenden 14 Tagen kritisch werden", meint Glauner. Warum gerade dieser Flaschentyp knapp wird? Ein Grund sei der steigende Absatz von Sixpacks, erklärt die kaufmännische Leiterin. Insbesondere die Gebinde mit den leichten 0,33-Liter-Flaschen erfreuten sich bei den Kunden großer Beliebtheit. Allerdings sei der Rücklauf schwieriger als bei klassischen Kästen. Einen leeren Bierkasten bringe der Verbraucher offenbar schneller zurück als Einzelflaschen, meint Glauner.

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