Der Zirkus Mortale ist mit seinen Tieren auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses auf der Rottweiler Saline untergekommen. (Archiv) Foto: Stapel

Tierhaltung des Zirkus "Salto Mortale" in Rottweil wird angeprangert. Um Geld- und Futterspenden gebeten.

Für Zirkusse mit Tieren herrschen schwierige Zeiten: Das Veranstaltungsverbot aufgrund der Coronakrise im Frühjahr traf Zirkusse gleich zu Beginn der diesjährigen Tourneen. In Rottweil ist der "Zirkus Mortale" auf der Saline gestrandet. Jetzt fordert die Tierschutzorganisation Peta den Zirkus dazu auf, die Tiere zu deren Wohl abzugeben.

Rottweil - Die fehlenden Einnahmen brachten insbesondere Zirkusse mit Tierhaltung in eine prekäre Lage, so Peta in einer Pressemitteilung. Durch den andauernden Lockdown dürfen Zirkusse weiterhin nicht auftreten und haben teils öffentlich um Geld- und Futterspenden gebeten.

Tiere an Lebenshöfe, zoologische Einrichtungen oder Auffangstationen abgeben

Auch der Zirkus Salto Mortale ist betroffen und hat laut Peta-Angaben mit mehr als 30 Tieren, darunter Lamas, Kamele, Pferde und Ziegen, in Rottweil sein Lager aufgeschlagen. Nun appelliert Peta an das Zirkusunternehmen, die Tiere dauerhaft an Lebenshöfe, zoologische Einrichtungen oder geeignete Auffangstationen abzugeben. Zudem bittet die Tierrechtsorganisation die zuständige Veterinärbehörde, die Versorgung der Tiere sicherzustellen und bei der Vermittlung zu unterstützen.

"Viele Zirkusse sind nicht in der Lage, die Tiere in Krisenzeiten ausreichend zu versorgen. Deswegen appellieren wir an betroffene Betriebe, sie nun freiwillig abzugeben und dem Vorbild tierfreier Zirkusunternehmen zu folgen", so Biologin Yvonne Würz von Peta. Sie sagt: "Tiere gehören ohnehin nicht in einen Zirkus, und spätestens jetzt dürfte angesichts der prekären finanziellen Lage vieler Kleinzirkusse klar sein, dass ihnen ein weiteres Leben im Zirkus erspart bleiben muss."

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