Der erste Besuchertag im neu sanierten Parkschwimmbad in Donaueschingen konnte überzeugen – auch die Details kommen bei den Besuchern gut an. Am Nachmittag des Eröffnungstages kam zwar der Regenguss, doch wurde die neue Rutsche schonmal nach Herzenslust ausprobiert.
Eine Abkühlung im kalten Nass, heiße Temperaturen, der Duft von Sonnencreme und ein kaltes Getränk in der Sonnen auf der Liegewiese: So hätte die perfekte Wiedereröffnung des Donaueschinger Parkschwimmbades aussehen können. Wenn das Wetter mitgemacht hätte.
Bei frischen 17 Grad sah die Eröffnung nach der Sanierung etwas anders aus. Die Eröffnung am Samstag wurde zwischen Aqua-Gymnastik, Kinderschminken und Musik der Stadtkapelle gefeiert, bis gegen 16 Uhr ein etwa halbstündiger Regenguss dem Vergnügen einen Strich durch die Rechnung machte.
Eine „Bereicherung für die Stadt“
Viele Besucher kamen schon vorher. Und mit ihnen Meinungen zur Neugestaltung. „Das Schwimmbecken ist für mich phänomenal“, sagt Gaby Wolf. Die Donaueschingern zieht im Sommer zweimal pro Woche ihre Bahnen. Auch am Eröffnungstag hat sie sich – trotz der niedrigen Temperatur – ins Wasser getraut. Das Wasser sei nicht zu kalt, da gewöhne man sich schnell dran, sagt die 68-Jährige.
Insgesamt gefällt ihr das Schwimmbad sehr gut: „Das ist eine Bereicherung für die Stadt“, sagt sie. Bei der Renovierung hätte man auf viele Details geachtet, wie etwa Fahrradständer oder Absperrungen an den Becken. Dabei sei die Renovierung fast schon überfällig gewesen.
Stimmung war trotz Wetter gut
Auch Thomas Moch, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe freue sich sehr über die Neugestaltung des Freibads. „Die Renovierung hat sich richtig gelohnt“, sagt er. Trotz des Wetters sei die Stimmung der Eröffnung sehr gut.
Die DLRG habe eine Rettungsübung gezeigt. Diese sei sehr zufriedenstellend verlaufen. Positiv hebt er auch die Neugestaltung des Kinderbecken hervor. „Das Schwimmbad ist wirklich schön geworden.“
Anna-Maria Binninger war in ihrer Kindheit häufig im Parkschwimmbad. Deshalb freue sie sich umso mehr über die Renovierung. Allerdings habe der nostalgische rote Pilz im Becken schwinden müssen, bedauert sie.
„Das Schwimmbad hat mir während des Umbaus definitiv gefehlt“, sagt die 29-Jährige. Aber einen richtigen Zeitpunkt zur Schließung, den gebe es nie. „Man musste sich Alternativen suchen.“ Einen Kritikpunkt hat sie aber: „Ich finde es schade, dass die Sanitäranlagen nicht renoviert wurden.“
Mütter freuen sich über Kinderbecken
„Der Kinderbereich ist wirklich klasse geworden“, sagt Pia Wahl. Schön, offen und einladend, beschreibt sie die neuen Kinderbecken. „Als Mutter freut man sich da sehr“, sagt die 29-Jährige. Auch hier hätte man an viele Details gedacht, wie etwa ein Sonnensegel. Die Becken seien sehr einladend. Im Sommer sei sie viel im Freibad, gerade, weil das Bad eine tolle Beschäftigung für Kinder sei.
Auch Jannis Pfaff freut sich sehr über die Neueröffnung. „Das ist alles auf dem neusten Stand“, lobt der 19-Jährige die Ausstattung, wie auch die Technik. Pfaff freue sich zwar über die Rutschen, allerdings hätte er sich auch sehr über einen Sprungturm gefreut. „Das fehlt schon.“ Ferner lobt der 19-Jährige das Volleyballfeld, oder die neue Tischtennisplatte. „Das ist eine gute Sache.“
Gerade für die Jugend sei das Parkschwimmbad auch ein guter Treffpunkt im Sommer, ergänzt Fabian Wäsch. Gerade auch die Tischtennisplatte oder das Volleyballfeld würden das Schwimmbad auch aufwerten.
Auch die Stadt sieht einen Erfolg
Lea Albicker gefällt die Neugestaltung des Schwimmbads sehr gut. „Es wirkt auf den ersten Blick sehr modern und ordentlich.“ Auch die zweite Rutsche sei ein Mehrwert für das Freibad. Der Umbau sei eine sehr sinnvolle Maßnahme gewesen. Sie sei froh, dass das Schwimmbad nach zwei Jahren wieder geöffnet ist.
Seitens der Stadt war der Tag ein Erfolg. „Die Eröffnung läuft sehr erfreulich“, sagt Timo Bösinger, Sachgebietsleitung Vereinsförderung und Sport. Natürlich sei es schade, dass das Wetter nicht mitgemacht habe, dennoch seien Stimmung und Atmosphäre, aber auch die Besucherzahlen gut. Die Besucher hätten großes Interesse am Schwimmbad. Die Resonanz und die Rückmeldung seien durchweg positiv. Auch Infostände und Programmpunkte würden gut angenommen.
Das erste Freibad
Das älteste Bad:
Das Friedrichsbad an Neckarufer in Heidelberg ist das älteste Freibad in Deutschland. Es wurde 1860 eröffnet. Damals absolut modern setzte es Maßstäbe für die spätere Entwicklung öffentlicher Schwimmbäder. Die Anlage umfasste ursprünglich ein großes Schwimmbecken und im klassischen Stil der damaligen Zeit war. Diese frühen Freibäder entstanden in einer Zeit, in der das öffentliche Bewusstsein für Hygiene und Gesundheit wuchs. Auch das körperliche Wohlbefinden begann eine Rolle zu spielen. (hsc)