Ende Mai öffnet Pächterin Nadine Bechthold die Plettenberghütte zum letzten Mal. Wie es danach weitergeht ist noch unklar. Foto: Marschal

Nadine Bechthold war sieben Jahre lang Pächterin der Plettenberghütte. An Fronleichnam werden sie und ihr Team zum letzten Mal die Wanderer bewirten.

Pünktlich zum Beginn der Wandersaison steht die Plettenberghütte ohne Pächter da. Nadine Bechthold, die seit März 2017 die Wanderer bewirtet, hört Ende Mai auf. An Fronleichnam, Donnerstag, 30. Mai, ist die Plettenberghütte ein letztes Mal unter ihrer Ägide geöffnet. Vor allem an Sonn- und Feiertagen ist die Plettenberghütte nicht nur für Wanderer eine Einkehrmöglichkeiten mit kühlen Getränken, Snacks und Kuchen hoch oben über Dotternhausen.

 

Seit März Pächterin der Kirchbühlhütte in Mahlstetten

Auf Facebook hat die Plettenberghüttenwirtin die Gäste über ihren Weggang informiert: „Liebe Gäste, wie immer im Leben gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge. Bis Ende Mai sind wir noch für Euch auf dem Plettenberg, dann ist nach über sieben Jahren für uns die Zeit gekommen die Zelte abzubrechen. Ein neuer Abschnitt hat bereits begonnen.“

Seit 22. März ist Bechthold Pächterin der Kirchbühlhütte in Mahlstetten im Landkreis Tuttlingen. Direkt am Ortsrand lockt seit einigen Jahren der „Hirsch-Erlebniswald“ mit Hochseilgarten, Minigolf und Pit-Pat viele Besucher an. Außerdem sind die Öffnungszeiten der Kirchbühlhütte umfangreicher als die der Plettenberghütte, die zwar ganzjährig, aber vornehmlich an Sonn- und Feiertagen geöffnet war.

Plettenberghütte: Albverein will über die Zukunft beraten

„Wir hatten eine unheimlich tolle Zeit auf dem Plettenberg und sind sehr dankbar für all die tollen Stunden die wir mit Euch verbracht haben“, verabschiedet sich Bechthold auf Facebook von ihren Gästen.

„Wir ziehen den Hut und sagen Danke für die vielen tapferen Wanderer die bei Wind und Wetter kamen und die auch an den beliebten Wandertagen in die Schlange gestanden sind und gewartet haben, auch vor denen, die im Hintergrund tätig waren und die man nicht sah, die Familie, die Freunde und der Albverein Dotternhausen der immer hinter uns stand und zu und gehalten hat. Danke danke danke. Ich könnte noch so vieles erwähnen aber mir fehlen die Worte...“

Ob, wie und wann es auf dem Plettenberg weitergeht, weiß zum heutigen Zeitpunkt weder Bechthold noch Ilse Ringwald, Vorsitzende der Ortsgruppe Dotternhausen des Schwäbischen Albvereins. Die weitere Vorgehensweise müsse man laut Ringwald zuerst im Ausschuss beraten und sich auch mit der Gemeindeverwaltung besprechen.

Gastronomie unterverpachtet

Die Plettenberghütte wurde vor 57 Jahren vom Albverein gebaut und ist derzeit im Besitz der Gemeinde, welche die Hütte an den örtlichen Albverein verpachtet. Dieser kümmert sich um die Pflege und den Betrieb einschließlich des umgebenden Geländes samt dem benachbarten Grill- und Spielplatz. Die Ortsgruppe hat die Gastronomie in den vergangenen Jahren unterverpachtet.