Besinnlich und ruhig sollte es beim Weihnachtsmarkt zugehen. Foto: Wagner

Gruppe tritt als Nikoläuse mit Gewehr-Attrappen auf und wird des Platzes verwiesen.

Oberndorf - Nikoläuse mit Gewehr-Attrappen kamen den Besuchern des Oberndorfer Weihnachtsmarkts doch komisch vor. Es handelte sich um Friedensaktivisten, die sich einen Stand "erschlichen" hatten.

In der Kronenstraße hatten die Friedensaktivisten am Samstagnachmittag ihren Stand aufgebaut. Im Weihnachtsmannkostüm hantierten sie laut Berichten von Marktbesuchern mit Wasserspitzgewehren und verteilten Schokolade an Kinder. An einer Art Glückrad konnte man mit einem Ball, der die Form einer Bombe oder einer Handgranate gehabt haben soll, auf Dosen oder Fotos werfen, auf denen Heckler & Koch abgebildet war.

Recht offensiv sollen die Friedensaktivisten die Marktbesucher bedrängt haben, war zu hören. Ein Fernsehteam des SWR hatten sie auch mitgebracht. Für Helga Schon vom HGV-Vorstand eine Aktion, die auf einem Weihnachtsmarkt nichts zu suchen habe. Bei der Oberndorfer Polizei gingen laut Revierleiter Ulrich Effenberger deshalb sogar telefonisch Beschwerden ein. Polizeibeamte sprachen die Friedensaktivisten daraufhin an und baten sie, den Markt zu verlassen.

Der Ordnungsamtsleiter der Stadt Oberndorf Josef Geray war doch sehr befremdet, als er auf den Markt kam und ihm Menschen im Weihnachtsmannkostüm und mit Gewehrattrappen entgegen kamen, berichtet er auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Da die Verantwortlichen den Stand unter Vorspieglung falscher Tatsachen als sogenannte "fliegende Händler" angemietet hatten, hatten sie laut Geray somit keine Marktberechtigung. Er habe sie daraufhin des Platzes verwiesen. Laut Augenzeugen kamen die Friedensaktivisten dem auch ohne großes Aufsehen nach.

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