“Oben ohne“ zu baden bleibt für Frauen im Panorama-Bad nun doch verboten. (Symbolbild) Foto: © misu - stock.adobe.com

Nur um „oben ohne“ im Panorama-Bad doch noch zu verhindern, hat der Gemeinderat seinen eigenen Beschluss kassiert. Damit haben sich die Räte keinen Gefallen getan, wie unser Autor meint.

Man mag von dem „oben ohne“-Vorhaben der Bürgeraktion denken, was man will. Doch, dass der Gemeinderat nun über ein Hintertürchen seinen eigenen Beschluss kippt, hat schon ein „Geschmäckle“.

 

Klar, eine Mehrheit für das Vorhaben gab es im Gremium nie, und dass es überhaupt zu dem ursprünglichen Beschluss kam, ist letztendlich auch dem einen oder anderen Zufall zu verdanken. Doch so lange abzustimmen, bis einem das Ergebnis in den Kram passt, ist eben auch nicht wirklich demokratisch.

Zwar stimmt es, dass das Gremium regelmäßig als reine Formsache Änderungen der Badeordnung beschließt. Doch nun hat die Verwaltung ganz bewusst eine erneute Debatte zum Thema „oben ohne“ zugelassen und sogar das Thema bei der Abstimmung über die Badeordnung ausgeklammert. Damit droht der Verwaltung eine juristische Auseinandersetzung mit der Bürgeraktion. Und so mancher Bürger dürfte sich spätestens jetzt fragen: Was treiben die da eigentlich?