Jürgen Roth, Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen. Foto: Marc Eich

An der Seite von VS-Oberbürgermeister Roth soll es bald einen Neuen geben. Unsere Autorin meint, dass dieser vom Stadtoberhaupt mehr Vertrauen erhalten sollte.

Sein rechter, rechter Platz ist leer, da wünscht sich Jürgen Roth jemand neuen her. Wirklich? Und wie viel Raum gibt er dem Referenten, der immerhin das OB-Referat leiten wird?

 

Als OB und Leiter der Verwaltung lässt Roth keinen Zweifel zu: Er ist der Herr im Haus, er hat das Sagen. Selbst die Bezeichnung des „Ersten Bürgermeisters“ Detlev Bührer als solchem war ihm so sehr ein Dorn im Auge, dass er das per Satzungsänderung unterbinden ließ.

Cornelia Spitz. Foto: Michael Kienzler

Die Position eines OB-Referenten gilt als Karrieresprungbrett – in VS aber nimmt man den Stelleninhaber kaum wahr, seit Roth sein Chef ist. Woran liegt’s? Dem Vernehmen nach am Vorgesetzten. So soll Roth weder Widerworte noch Einmischung dulden und alle Zügel in der Hand halten wollen, „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Dem Betriebsklima dient das wohl kaum – Kontrolle ist gut, Vertrauen aber ist essenziell.