Die neue Kulturmangerin von Horb kommt aus Herrenberg. Caroline Yi: „Horb ist für mich der nächste Schritt.“ Sie ist gelernte Goldschmiedin, hat über Kultur und Fischbrötchen geschrieben. Als nächstes steht ein Treff mit „Projekt Zukunft“ im Kalender.
Strahlend lächelnd präsentiert Horbs OB Peter Rosenberger Caroline Yi vor der historischen Kulisse von Stiftskirche und dem Rathaus: „Sie ist genau das, was wir gesucht haben.“
Seit dem 1. Januar ist Caroline Yi als neue Kulturmanagerin von Horb im Amt. Leiterin der Stabstelle für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus. Heißt auch: Claudia Beuter ist jetzt Chefin des Stadtmarketings.
Rosenberger: „Frau Yi ist genau das, was wir gesucht haben“
Yi erklärt: „Als gelernte Goldschmiedin sehe ich es als meine Aufgabe, die Kultur von Horb zu polieren. Und den großen bunten Blumenstrauß an kulturellen Angeboten zu pflegen und weiter zum blühen zu bringen.“
Caroline Yi. Sie ist studierte Kunsthistorikerin. Geboren in Esslingen. Wohnte in Köln, ehe sie das Studium in Bonn begann. Die neue Kulturmanagerin von Horb schrieb unter anderem über „Kunst für alle? Fischbrötchen für alle!“
Yi lacht: „Damals habe ich in Freiburg die Ausstellungen von drei Galerien analysiert. Eine gemeinsame Arbeit für unsere Doktormutter, die zeigen soll, wie vielfältig Kunst ist und wie man sie für alle inszenieren kann.“
Nach der Doktorarbeit („Walter Kaesbach – Protagonist des Kunst- und Ausstellungswesens der Moderne. Entwicklung und Einordnung seines Wirkens 1901 – 1933) war sie zehn Jahre lang selbstständig, untern anderem als Ausstellungsmacherin, Autorin und Videoproduzentin. Im Mai 2022 wurde sie von der Stadt Herrenberg als Projektmanagerin Kultur eingestellt.
Caroline Yi: „Dort war meine Aufgabe, Kulturschaffende, Ehrenamtliche und professionelle Veranstalter zusammenzubringen. Als neues Format wurde die Kulturpraline entwickelt. Zur langen Einkaufsnacht hat eine Künstlerin den Elefanten im Porzellanladen ausgestellt. Und ein Puppentheater in mehreren Geschäften gespielt. Um die Kultur sichtbar zu machen.“ Letzte Aufgabe: die Erlebnishomepage für Kultur in Herrenberg.
Rosenberger: „Frau Yi ist genau das, was wir gesucht haben.“
Kein Wunder, dass Oberbürgermeister Peter Rosenberger sagt: „Frau Yi ist genau das Profil, was Horb gesucht hat. Eine promovierte Kunsthistorikerin, Goldschmiedin und mit Erfahrungen in der Digitalisierung.“
Und warum hat Yi von Herrenberg nach Horb gewechselt? Sie sagt: „Das ist der nächste Schritt für mich. Als ich das von der Manufakturenstadt in Horb gelesen habe, wo der Boden für Kunsthandwerk geschaffen wird, hat mich das fasziniert. Ich habe auch das Horber Museum besucht. Mein Interesse an Ausstellungen ist nicht zu bändigen. Mich interessiert: Wie funktioniert diese Ausstellung? Deshalb sehe ich es auch als meine Aufgabe, die Wertschätzung auch in die kleinen Häuser zu bringen. Das sind kleine, feine Schätze, die es als Goldschmiedin aufzupolieren gilt.“
Caroline Yi lernt jetzt Geige in der Musikschule Horb
Klar, dass sie jetzt erst anfängt, die Kulturszene von Horb kennen zu lernen: „Seit gut sechs Wochen habe ich angefangen, in der Musikschule Horb Geige zu lernen. Als Kind und Jugendliche habe ich das nie geschafft.“
OB Rosenberger: „Horbs Musikschulrektor Sven Gnass scharrt schon mit den Füßen, um mit Caroline Yi über Veranstaltungen wie die Musiktage zu reden.“
Und was steht als nächstes auf dem Terminkalender der neuen Kulturmanagerin? Carolin Yi berichtet: „Die Loschkos vom Projekt Zukunft habe ich noch nicht kennengelernt.“ Die Ankündigung vom Projekt Zukunft, das Kloster nicht mehr zu bespielen, war Auslöser für den Prozess, der Caroline Yi die Stabsstelle im Rathaus gebracht hat. OB Rosenberger sagt: „Zu ihrem Aufgabenprofil gehört auch, die Musikvereine und Chöre mit ins Boot zu holen. Diese bei Förderprogrammen zu beraten und zu ermitteln, wo diese Unterstützung benötigen.“
Die neue Kulturmanagerin ist auch für Chöre und Musikvereine da
Und wann gibt es den großen Auftakt mit den Kulturschaffenden? Rosenberger: „Vor der Fasnet macht das keinen Sinn. Aber danach.“
Apropos Fasnet. Hat sie in Köln mitgefeiert? Yi: „Ein bisschen. In Horb bin ich mit dabei. Ein Häs habe ich noch nicht.“
Wer eine Idee dafür hat – Caroline Yi hat ihr Büro derzeit im Stadtmarketing, bevor sie ins alte Finanzamt umzieht. Die neue Kulturmanagerin: „Hier ist meine Tür immer offen für alle, die mich kennenlernen wollen. Wenn sie zu ist, habe ich ein Gespräch oder einen Termin.“