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Nagold Witz und Naturverbundenheit

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Regine Martin (links) und Muriel Shah stellen im Kloster in Horb aus. Foto: Lück Foto: Schwarzwälder Bote

"Der Untertitel unserer Ausstellung heißt ›Körpersprache‹", sagt Kloster-Ausstellungsmacherin Muriel Shah. Und die Körpersprache von Helmut Loschko, Regine Martin und Shah sagt: Da passt etwas richtig gut zusammen und wird bald eine Etage höher steigen.

Horb/Nagold. Muriel Shah packt die Skulpturen von Regine Martin aus und stellt sie auf die weißen Podeste. Martin kontrolliert die Hängung ihrer Bilder, während Helmut Loschko vom Projekt Zukunft erzählt: "Muriel hat im Jahr 2005 im Januar die erste Ausstellung hier gemacht. Ich war am Anfang skeptisch, doch ich bin froh, dass Muriel das damals gestartet hat."

Und jetzt –­ nach 14 Jahren –­ist Muriel als Ausstellungsmacherin des Projekts Zukunft wieder da. In der Ecke gleich links ihre kultigen Collagen auf den Moods-Schachteln, daneben große Bilder mit Blumen in Schichttechnik. Muriel Shah: "Damit die Besucher sehen, dass ich auch große Werke mache." Loschko: "Na, in deiner ersten Ausstellung waren auch nur große Bilder. Du hattest damals die Herz-Phase."

Regine Martin, die Künstlerin, die diesmal den Hauptteil der Ausstellung stellt, sagt: "Ich war auch schon mal im Kloster. Mit der Bigband Altensteig. Damals habe ich Saxofon gespielt. Heimatdichter Walle Sayer habe ich auch schon getroffen. Mit dem war ich im Geburtsvorbereitungskurs."

Und jetzt hat sich das Leben von Martin gedreht. Die Kunsttherapeutin und Dozentin der Jugendkunstschule Nagold hat das Saxofon so ziemlich an den Nagel gehängt. Die Kinder sind aus dem Haus. Martin: "Mir hat es gereicht, nur andere bei der künstlerischen Tätigkeit zu unterstützen." Vor gut einem Jahr hat die Frau, die jetzt in Haiterbach lebt, selbst mit der Kunst angefangen. Bunte, abstrakte Bilder als auch monochrome Techniken hängen an der Wand. Und die Skulpturen. Rostiges Metall, gepaart mit Holz. Martin: "Damit habe ich im vergangenen Frühjahr angefangen. Wir haben einen Hund, da sind mir verrostete Metall- und Drahtstücke im Wald aufgefallen. Die Roststrukturen und die Farben, die bei der Oxidation entstehen, haben mich fasziniert. Wenn man das Metall noch mit der Schweißflamme oder dem Plasmaschneider bearbeitet, dann entstehen noch mehr Farben. Das ist dann mein Thema geworden. Wenn etwas von selber entsteht, ist das genial."

Shah: "Das ist Regine. Ich spüre ihren Humor, ihren Witz und ihre Naturverbundenheit. Da bin ich einfach happy."

"Regine und ich wurden angenommen für die Wanderausstellung ›Ortszeit‹"

Auch Regine Martin ist happy. Denn die "Anfängerin" hat es mit ihren Skulpturen gleich geschafft, die Jury vom Pforzheimer Kulturrat zu überzeugen. Shah: "Regine und ich wurden angenommen für die Wanderausstellung "Ortszeit". Damit werden unsere Werke nicht nur in der Region Nordschwarzwald gezeigt, sondern in Ungarn –­ der Partnerregion von Pforzheim und dem Enzkreis."

Und die Kunst von Muriel Shah und Regine Martin wird bald eine Etage höher steigen. Im Kloster. Denn die Wanderausstellung "Ortszeit" wird ab dem 20. September auch in der Galerie des Kunstvereins "Oberer Neckar" gezeigt. Und diese Räumlichkeiten sind nur ein paar Treppenstufen höher über der Galerie des Projekt Zukunft.

Kein Grund aber, die Vernissage und die jetzige Ausstellung im Kloster-Forum zu verpassen. Muriel Shah: "Es ist Bedingung der Ortszeit, dass die dort gezeigten Werke vorher noch nie ausgestellt wurden." Und warum heißt die erste Kombi-Ausstellung von Shah und Martin "Körpersprache"? Shahs Moods-Cigarillo-Schachtelkunst zeigt auch Porträts und Akte. Die Künstlerin: "Auch die Blumen auf den großformatigen Werken erinnern von ihrer Struktur her an Körper." Und klar: Martins Motive zeigen Menschen.

Doppelausstellung Regine Martin und Muriel Shah im Kloster Horb. Vernissage ist am Freitag, 11. Januar, 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 10. März zu sehen und während der Öffnungszeiten der Kulturgaststätte Kloster und den Bürozeiten geöffnet: dienstags von 10 bis 12 und freitags von 14 bis 15.30 Uhr.

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