Die Grünen sprachen mit Vertretern des Stadtseniorenrats auch über die konkreten Vorschläge der Räte zur weiteren Nutzung des "Neubaugebäudes" des GTSZ. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Wahlkampf: Gemeinderats-Kandidaten treffen sich mit dem Stadtseniorenrat

Nagold. Kürzlich fand im Bürgerzentrum ein Austausch der Nagolder Grünen mit Eberhard Schwarz und Wolfgang Hübner vom Stadtseniorenrat über die Belange der Senioren in Nagold statt.

Dabei waren die Kandidaten sehr beeindruckt von der Kompetenz und den vielfältigen Angeboten der Seniorenvertreter. Diese reichen vom regelmäßigen Kinoprojekt, über Bewegungs- und Vorlesestunden bis zur Hilfestellung beim Ausfüllen der Vorsorgemappen. Wichtig ist dabei auch die Vernetzung mit dem Bürgerforum.

Jeden Montagnachmittag stehen die Vertreter des Stadtseniorenrates in den Räumen des Nagolder Bürgerzentrums ratsuchenden Besuchern zur Verfügung und informieren über ihre Projekte. Der Stadtseniorenrat bemüht sich sowohl um zusätzliche Bänke für Senioren oder Schattenplätze im Kleb, als auch um die großen Probleme wie bezahlbarer, seniorengerechter Wohnraum und die Schaffung von Pflegeplätzen.

"Riesige Lücke für stationäre Pflegeplätze"

Die Vertreter der Grünen im Gemeinderat unterstützen nach eigenen Angaben das Anliegen des Stadtseniorenrates, ähnlich dem Jugendgemeinderat, mit einem beratenden Sitz im Gemeinderat vertreten zu sein. So könnten die Interessen der wachsenden Zahl der älteren und alten Mitbürger in Nagold noch besser berücksichtigt werden.

Einigkeit besteht auch über die riesige Lücke für stationäre Pflegeplätze, die durch die Schließung des städtischen GTSZ Seniorenzentrums in Nagold entstanden sei. Die Grünen Stadträte hatten deshalb gegen die Schließung des GTSZ gestimmt.

Wolfgang Hübner war 30 Jahre Heimleiter im Gertrud-Teufel-Seniorenzentrum und ist mit den Themen Pflege und Betreuung bestens vertraut. Die Grünen Stadträte Brigitte Loyal und Thomas Ebinger stellten den Seniorenvertretern ihren schon Mitte März bei Oberbürgermeister Jürgen Großmann eingebrachten Gemeinderatsantrag vor. In diesem Antrag haben die Grünen sehr konkrete Vorschläge zur weiteren Nutzung des bereits seit Januar 2019 leer stehenden sogenannten "Neubaugebäudes" des GTSZ gemacht. "Hier könnten 25 Tagespflegeplätze und zusätzlich 30 Zwei-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen", schreiben die Grünen. Gerade Kurzzeitpflegeplätze – in Nagold zur Zeit nicht mehr vorhanden – und Tagespflegeplätze unterstützen die pflegenden Angehörigen. Leider werde der Antrag der Grünen, mit dem Hinweis auf Paragraf 34 Gemeindeordnung (das Thema war Verhandlungsgegenstand innerhalb der letzten sechs Monate) frühestens in der Septembersitzung behandelt.

Abschließend wurde von allen Teilnehmern die Notwendigkeit einer weiteren Senioreneinrichtung in der Kernstadt – auch aus Gründen der Erreichbarkeit – betont.

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