Auf diesem Zebrastreifen in der Hauptstraße in Nordstetten wurde die Siebenjährige von einem Auto erfasst. Foto: Florian Ganswind

Wie sicher sind die Schulwege in Nordstetten? Das fragen sich Eltern nach dem schweren Unfall eines Kindes am Zebrastreifen. Rektorin Annekathrin Scharf sieht an manchen Punkten im Ort Probleme. Unterdessen kann sie Infos geben, wie es dem Kind geht.

Diese Nachricht hatte viele Menschen schockiert: Am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr war ein siebenjähriges Mädchen auf dem Zebrastreifen auf der Hauptstraße in Höhe des Fabrikwegs in Nordsteten von einem Auto erfasst worden. Das Kind wurde mit einem Rettungsflieger ins Krankenhaus gebracht.

 

Am Steuer saß ein 23-jähriger Autofahrer. Wie es zum Unfall kam, wird derzeit noch ermittelt. Die Polizei hatte nach Zeugen gesucht. Eltern von Schulkindern hatten sich daraufhin gemeldet.

Rektorin hat gute Nachrichten

Zumindest gibt es nun wohl gute Nachrichten bezüglich des Gesundheitszustands des Mädchens. „Sie wird diese Woche wieder zur Schule kommen“, berichtet Rektorin Annekathrin Scharf. Eine Nachricht, die sicher viele erleichtert aufatmen lässt.

Eltern machen sich Gedanken: Wie sicher sind die Schulwege

Dennoch machen sich seither Eltern Gedanken: Wie sicher ist mein Kind auf dem Schulweg? „Ich denke, dass dieser Unfall die Eltern noch einmal sensibilisiert hat. Viele werden sicher noch einmal den Schulweg mit ihren Kindern laufen und sich manche Stellen genauer anschauen“, so die Rektorin.

Vermehrtes Anwohnerparken am Anfang der Schulstraße erschwert möglicherweise die Situation für Schüler und Autofahrer, die aus Richtung Ritterschaftsstraße (im Hintergrund) kommen. Foto: Ganswind

Auch die Schule werde das Thema noch einmal intensiv behandeln, wobei das regelmäßig schon in der Vergangenheit der Fall gewesen sei. „Die Vorschüler erhalten einen Besuch von der Verkehrspolizei. In der ersten Klasse behandeln die Kolleginnen das Thema noch einmal intensiv und auch das Verhalten am Bus wird geübt. In der vierten Klasse gibt es dann das Fahrradtraining.“

Die heikle Situation in der Hauptstraße

Doch wie gefährlich sind die Schulwege in Nordstetten? „Ich fahre selbst selten durch die Hauptstraße in Horb. Aber Kolleginnen sagen mir, dass viele Fahrzeuglenker nicht angemessen fahren.“

Es existiere zwar ein Schulwegeplan, aber: „Ich denke, wir sollten uns einige Punkte genauer anschauen. Auch Ortsvorsteher Markus Bok sei nach dem Unfall bereits zum Gespräch in der Schule gewesen.

Weiteres Problem: starker Anstieg beim Anwohnerparken

Scharf: „Ich finde beispielsweise die Stelle heikel, wenn man von der Ritterschaftsstraße in die Schulstraße einbiegt. Da hat das Anwohnerparken stark zugenommen.“ Das gehe auf Kosten der Sicht auf dem Schulweg.

Auch für Kinder, die aus der Kniebisstraße (oder auch aus Richtung Ritterschaftsstraße) kommen, hat sich die Sicht durch vermehrtes Anwohnerparken erschwert. An dieser unübersichtlichen Stelle überqueren einige Kinder die Straße. Foto: Ganswind

Direkt vor der Schule sieht die Rektorin eher weniger Probleme – auch wenn es dort keinen Zebrastreifen gibt. „Das Verkehrsaufkommen ist dort nicht so hoch. Außerdem müsste man dort gleich mehrere Zebrastreifen haben.“

Ecke an der Hecke sorgt für Sichtprobleme

Allerdings: Eine heikle Stelle gibt es dort. Wenn Kinder aus Richtung Rathaus auf der Schulstraße kommen, sollten sie am besten ein Stück in die Weikersthalstraße laufen und erst dort überqueren.

Heikle Ecke an der Hecke: Bereits hier überqueren viele Schulkinder die Straße, um zur Schule (im Hintergrund) zu kommen. Besser wäre es, kurz rechts in die Weikersthalstraße abzubiegen, um dann die Straße zu queren. Foto: Ganswind

Aufgrund der Hecke ist das Sichtfeld an der Schulstraße eingeschränkt. „Wir werden dieses Thema mit den Kindern noch einmal intensiv besprechen.“