Ein trauriger Anblick: Die Brandruine an der Durchgangsstraße des Obernheimer Weiler Tannecks ist gesichert und eingezäunt. Als Brandursache wurde jetzt ein technischer Defekt festgestellt. Foto: Weiger

Der Brand, der am Nachmittag des 11. Januars ein Wohnhaus im Weiler Tanneck vollständig zerstört, ist durch einen technischen Defekt entstanden.

Obernheim - Zu diesem Ergebnis, teilt Michael Schaal, Pressesprecher des Polizeipräsidium Reutlingen, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten mit, seien der Brandsachverständige und Beamte der Kriminaltechnik im Zuge ihrer Untersuchungen gelangt.

Der Feuerwehreinsatz am 11. Januar war durch Eiseskälte massiv erschwert worden. Der Weiler Tanneck ist etwa drei Kilometer von Obernheim entfernt; die Wasserversorgung ist laut Obernheims Bürgermeister Josef Ungermann normalerweise ausreichend, doch für den Löscheinsatz bei einem Brand dieser Größenordnung genügten die Kapazitäten nicht: Eine Wassermenge, mit der die Bewohner von Tanneck üblicherweise mehrere Tage lang problemlos auskommen, war Ungermann zufolge innerhalb von einer halben Stunde verbraucht, und so seien die Flammen im Dachbereich immer wieder aufgeflackert.

Bei milderen Temperaturen hätten die Feuerwehrleute Schlauchleitungen von Obernheim her legen können; das, so der Bürgermeister, sei in den Karstzonen der Schwäbischen Alb Usus bei großen Feuern, erläutert Ungermann, doch diese Lösung sei aufgrund der gewaltigen Kälte am Brandtag nicht in Betracht gekommen: Das Löschwasser sei schlicht und einfach gefroren; nur über eine Rohrleitung habe man Wasser fördern können und deshalb den Wassernachschub via Pendelverkehr sicherstellen müssen.

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